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Das Seulberger Betreuungszentrum bekommt demnächst Gesellschaft. Die Schule wird nämlich um ein Gebäude in modularer Bauweise erweitert. Platziert werden soll es im nordwestlichen Grundstücksbereich - in unmittelbarer Nähe zum Betreuungszentrum.

Ab dem neuen Schuljahr

Auf elterlichen Wunsch: Hier wird die Betreuung billiger

Die Tarife des Betreuungszentrums an der Hardtwaldschule sind den elterlichen Wünschen angepasst worden. Und demnächst sollen sechs neue Klassenräume die räumliche Situation der Schule entspannen.

Seulberg - Vom neuen Schuljahr an kostet die Betreuung der Grundschüler im Betreuungszentrum an der Hardtwaldschule weniger, bestätigte Britta Markloff, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Kinderbetreuung im Taunus (KiT) GmbH und stellvertretende Fachbereichsleiterin. Das sei das Ergebnis der Gespräche, die kurz vor den Sommerferien mit Eltern, Schulleitung, der Leiterin des Jugend- und Sozialamts Gesine Wambach-Blaschkauer, sowie Vertretern der KiT GmbH, die Betreiberin des Betreuungszentrums ist, geführt worden sind.

"Das Problem waren die Gebühren für die Modulzeiten", erklärte Bürgermeister Horst Burghardt (Grüne). Sie sind nun um jeweils 20 Euro in den einzelnen Zeiten nach unten korrigiert worden. Somit zahlen Eltern für eine Viertages-Betreuung nach "Modul 1", also für die Zeit von 12.20 Uhr bis 15 Uhr, 64 Euro pro Monat. Besucht ein Kind die Einrichtung ganztägig, von 12.20 bis 17 Uhr, werden im "Modul 2" für vier Tage 104 Euro und für fünf Tage 130 Euro fällig.

Zur Erinnerung: Der so genannte "Pakt für den Nachmittag" ist ein vom Land subventioniertes Ganztagesangebot für hessische Schulen. Um die Idee des verlässlichen Nachmittagsunterrichts umsetzen zu können, arbeiten Land, Schulträger und Kommunen gemeinsam daran, Schülern an fünf Tagen pro Woche - und wochenweise auch in den Schulferien - ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot anzubieten. Hierzu gehören, außer der obligatorischen Hausaufgabenbetreuung, auch vielfältige Freizeitangebote. Vom kommenden Schuljahr an sollen im Betreuungszentrum in sieben Gruppen 210 Kinder betreut werden.

Bereitstellung von weiteren Fach- und Büroräumen

Fand man für die Module der Tarifstruktur eine gute Lösung, so beschäftigt die Erweiterung der Schule um ein Gebäude in modularer Bauweise weiterhin einige Mitarbeiter des Hochtaunuskreises. "Platziert werden soll das neue Modulgebäude im nordwestlichen Grundstücksbereich in unmittelbarer Nähe zum schon bestehenden Ganztagesgebäude", teilte Andrea Nagell, Pressesprecherin des Hochtaunuskreises, mit. Es sollen sechs neue Klassenräume geschaffen werden, über deren Nutzung die Schule selbst verfügen könne, ergänzte Markloff.

Mit der geplanten Vergrößerung durch die Bereitstellung von weiteren Fach- oder Büroräumen sei die Schule für "die Zukunft gerüstet", hieß es weiter, da der Unterricht vollständig in der Schule stattfinden könne. Die Gebäude sollen in "hochwertiger Modulbauweise" gebaut werden, deren Fassaden so wärmegedämmt seien, dass die Container den gültigen Energiesparverordnungen entsprechen. Einen Haken scheint es hier aber zu geben: Die Firma, die sich auf den Bau genannter Modulgebäude spezialisiert haben soll, habe bislang noch nichts Verbindliches verlauten lassen: "Aber der Hochtaunuskreis ist bemüht, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden", betonte Stefanie Appenrodt, Teamleiterin des Fachbereichs Schule und Betreuung.

von Olivera Gligoric-Fürer

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