Arnoldshainer Wehr

Signierter Helm zum Jubiläum

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Der neue Einsatzleitwagen ist da, jetzt warten bei der Feuerwehr Arnoldshain alle auf das neue Löschfahrzeug. Jugendwart Kevin Bingsohn hört zwar aus beruflichen Gründen auf, aber die Nachfolge ist gesichert.

Bei den 17 Waldbränden im vergangenen Jahr hätten die Aktiven der Arnoldshainer Wehr das noch nicht bewilligte wasserführende Löschfahrzeug gut gebrauchen können. Das zu ersetzende Fahrzeug hat keinen Wassertank und bereits 28 Jahre auf dem Buckel, das zweite Löschfahrzeug wurde von der Oberreifenberger Wehr übernommen und ist mit 36 Jahren ein echter Methusalem.

Wehrführer und Gemeindebrandinspektor Christoph Brendel hatte schon im Vorjahr mit dem neuen Fahrzeug gerechnet. „Aber es wurde vom Land wieder mal gestrichen“, sagte er in der Jahreshauptversammlung und hofft, dass es jetzt klappt. 2015 stand das Fahrzeug auf der Prioritätenliste auf dem aussichtsreichen dritten Platz, aber aufgrund der Flüchtlingssituation wurden im Landkreis dann nur zwei Fahrzeuge bezuschusst. Die Gemeindefinanzierung steht schon seit zwei Jahren, die Ausschreibung haben die Kameraden seit einem Jahr fertig. „Wenn alles gut läuft, wäre es in einem Jahr da“, so Brendel.

Unerwartet schnell gegangen sei die Planung des neuen Einsatzleitwagens (ELW) der Schmittener Gemeindewehren, das in Arnoldshain stationiert wird. Im November 2015 sei das erste Angebot eingeholt, am 10. Februar das Fahrzeug abgeholt worden. Die offizielle Übergabe der rollenden „Einsatzzentrale“ wird am 9. April stattfinden.

Die 29 Aktiven aus Arnoldshain waren im Vorjahr 84 Mal im Einsatz und damit 31 Mal oder 58 Prozent häufiger als 2014. Auffällig waren die 17 Waldbrände. Mehr als doppelt so oft wurden die Kameraden zu Hilfeleistungen angefordert. Der Wehrführer bezifferte die geleisteten Stunden auf 1900 und erwähnte im Bereich der Ausbildungen besonders Schulungen für den Digitalfunk, den Umgang mit der Wärmebildkamera und die Einstellung auf die Brandmeldeanlage im neuen Seniorenzentrum.

Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) dankte den Kameraden für ihre Einsätze in der Brandbekämpfung und ihr Engagement für die Dorfgemeinschaft. Die wichtige Rolle des 258 Mitglieder starken Feuerwehrvereins für die finanzielle Unterstützung der Wehr machte der kommissarische Vorsitzende Andreas Scholz deutlich. Mit der Anschaffung von Gerätschaften werde die Kommune entlastet, die wiederum die Wehr nach Kräften unterstütze. Damit auch Material für das neue Löschfahrzeug angeschafft werden kann, findet auch in diesem Jahr an Himmelfahrt wieder der Tag der offenen Tür statt.

Von der derzeit 17-köpfigen Jugendwehr, die im Vorjahr ihr 40-jähriges Jubiläum feierte, berichtete zum letzten Mal Jugendwart Kevin Bingsohn. Aus beruflichen Gründen stellte er sein Amt zur Verfügung. In den vergangenen sieben Jahren habe er, zunächst als stellvertretender Jugendwart, bei Ausbildung und Ausflügen viele schöne Stunden mit den Jugendlichen verbracht. Sein Nachfolger wird Berufsfeuerwehrmann Christian Rausch, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte.

Von 17 langjährigen Mitgliedern, die geehrt werden sollten, war nur Nadine Angilletta gekommen, die seit zehn Jahren dabei ist.

Für Martin Bingsohn, der seit 40 Jahren aktiv ist und mehr als 20 Jahre Vorstandsarbeit geleistet hat, hatten die Kameraden außerhalb der offiziellen Ehrungen eine Überraschung vorbereitet. Alle Aktiven hatten für ihn auf einem Feuerwehrhelm unterschrieben.

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