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Spendenläufe für kranke Kinder

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Weilroder Schulen arbeiten eng mit Hilfsorganisationen zusammen

Weilrod -Gemeinsam durch eigene Leistung etwas für andere, aber auch für sich zu tun, das ist der Sinn eines Spendenlaufes. In der vergangenen Woche gab es in Weilrod gleich zwei solcher Veranstaltungen an Grundschulen. Am Mittwoch hatte der Rotary-Club Usingen seine Aktion "Gesunde Kinder wandern für kranke Kinder" an der Grundschule "Am Sommerberg" in Riedelbach organisiert. Das passte gut in die Sportwoche, die von Montag bis Freitag den Kindern reichlich Möglichkeit bot sich zu bewegen, aber auch sich gesund zu ernähren.

Denn die Lehrkräfte, aber auch Leiter von Arbeitsgemeinschaften hatten sich im Vorfeld ein abwechslungsreiches Programm aus über 20 unterschiedlichen Workshops ausgedacht. "Das war eine organisatorische Herausforderung und bedurfte wochenlanger Vorbereitung," gab Schulleiterin Kathrin Schnalle zu, "aber wir wollten den Kindern nach der Corona-Zeit, in der sie kaum Kontakt zum Sport hatten, wieder Anreize zur Bewegung bieten". So reichte das Spektrum an Workshops von Jumping-Fitness, Yoga, Kletterparcours, Gummitwist, Abenteuerlandschaft, Fitness-Zirkel über Massage und Entspannung, Handpeeling, Sportfrisuren, Waldspielen, Trommeln, Kicken und Lesen, Bau eines Barfußpfades bis zu gesundem Frühstück, dem "Saftladen", gesundem Backen und Gemüse grillen. Am Freitag wurde der Abschluss der Sportwoche mit einem gemeinsamen Abschlussfest in der Mensa begangen. Ganz bewusst sei der Spendenlauf in die Sportwoche integriert worden, erläuterte Schnalle. Die Kinder hätten sich Sponsoren gesucht, die für jeden gewanderten Kilometer einen frei gewählten Betrag spenden wollten. Der Rotary-Club hatte dazu drei verschiedene Rundkurse mit Kontroll- und Stempelstationen besetzt. Zurück an der Schule erhielt jedes Kind von den Rotariern eine Urkunde über seine erwanderte Strecke, mit der dann die Spendengelder eingesammelt werden können.

Rotary Club im Usinger Land aktiv

"An fünf verschiedenen Grundschulen im Usinger Land führen wir solchen Aktionen durch", berichtete Michael Falz als Organisator dieser Spendenläufe. In diesem Fall gehen die Spendengelder einerseits an die Initiative PolioPlus/End Polio Now zur weltweiten Ausrottung der Kinderlähmung, eine Zielsetzung von Rotary International gemeinsam mit UNICEF und WHO. Der andere Teil wird dem gemeinnützigen Verein "Herzen für eine neue Welt" in Königstein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Lebensbedingungen der Landbevölkerung, insbesondere der Kinder, in den Hochanden Perus nachhaltig zu verbessern, zur Verfügung gestellt.

Am Freitag liefen die Kinder der Grundschule im Weiltal für die Unterstützung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). In der Woche zuvor waren Nadine Appel und Tina Goldmann von der DMSG an die Schule gekommen und hatten die Mädchen und Jungs kindgerecht über diese Krankheit informiert. In einer Fühlstraße konnten die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen der Nervenschädigungen nachempfinden. Auf einer nicht vollständig aufgeblasenen Luftmatratze gab es Gleichgewichtsstörungen, spezielle Brillen simulierten Halbsicht, trübe Sicht oder Doppelbilder, Becher über den Ohren imitierten eingeschränktes Hörvermögen. Und so waren die Kinder stark motiviert, Spenden für die Unterstützung von Multiple-Sklerose-Kranken zu sammeln. Nach den Bundesjugendspielen, die am Freitagmorgen nach dem neuen Konzept ausgetragen wurden, startete Schulleiterin Simone Oberstadt den "Run for Help". Eifrig gingen die Kinder auf den 400-Meter-Rundkurs. Und für jede Runde wurde ein zuvor festgelegter Betrag gespendet.

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