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"Stationäre Einrichtungen viel besser als ihr Ruf"

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Heimleiterin Karin Karouch (links) begrüßt Kreisbeigeordnete Katrin Hechler und Bürgermeister Roland Seel zum Rundgang durch die Einrichtung. © romahn

Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Katrin Hechler besucht Seniorenresidenz "Wiesinbach"

Grävenwiesbach -Endlich war es so weit: Nachdem der Antrittsbesuch von Kreisbeigeordneter Katrin Hechler (SPD) in der Seniorenresidenz Wiesinbach in Grävenwiesbach wegen Corona mehrfach verschoben werden musste, konnte die Sozialdezernentin die vor neun Monaten eröffnete Einrichtung zur stationären Pflege von maximal 72 pflegebedürftigen Senioren nun kennenlernen. "Ich will jede Einrichtung persönlich sehen und nicht vom Schreibtisch aus etwas entscheiden", betonte Hechler gleich zu Beginn.

Heimleiterin Karin Karouch stellte beim Rundgang das zweigeschossige Gebäude mit den Etagen Hundstadt, Laubach und Mönstadt vor, in dem derzeit 50 von 72 Plätzen belegt sind. "Die Nachfrage ist groß", sagte Karouch und berichtete dem Besuch aus Bad Homburg, wie schwierig die Suche nach weiterem Pflegepersonal ist. Das Personalangebot verhindere derzeit einer höheren Belegungsquote des Hauses.

Wie klappt es in der Pandemie?

Hechler zeigte sich schnell vom Haus, der Ausstattung sowie dem Betreuungs- und Pflegekonzept überzeugt und nutzte die Gelegenheit, eine Lanze zu brechen: "Die stationären Einrichtungen sind viel besser als ihr Ruf und bieten für viele Senioren die bessere Pflege, die zu Hause oft gar nicht mehr geleistet werden kann."

Insbesondere angesichts der Einschränkungen durch die Pandemie wollte sich die Dezernentin für Senioren selbst ein Bild machen, wie es den Menschen vor Ort geht. In der Residenz Wiesinbach stand am Dienstagnachmittag zur Unterhaltung für die interessierten Bewohner "Virtuelles Kegeln" und "Bingo" auf dem Plan. Zum Wochenplan gehören beispielsweise auch regelmäßige Gottesdienste der jeweiligen Kirchenvertreter. Aktuell laufen die Planungen für das Sommerfest am 15. Juli. Anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Kindergarten Grävenwiesbach" nahmen sieben Senioren die Einladung zum Musiktheater im Kindergarten an. Die älteren Menschen statteten dabei einen Gegenbesuch ab, nachdem die Kindergartenkinder ihnen bereits an St. Martin und an Fasching mit jeweils einem Auftritt in der Residenz viel Freude gemacht hatten.

Karouch stellte das persönliche Engagement aller Mitarbeiter heraus ("Das ist unser Baby") und freute sich über viele Bewohner aus der Großgemeinde: "Hier kann man mal schnell bei Oma und Opa vorbeigehen."

Kreis bietet Pflegeberatung

Hechler erinnerte an das Angebot des Kreises zur Pflegeberatung am Pflegestützpunkt im Landratsamt. Immer mehr Beratungen würden zeigen, dass in den stationären Einrichtungen die bessere Pflege geboten werden könne: "Es ist wichtig, die stationären Einrichtungen zu unterstützen, denn den Menschen geht es hier gut und es führt zur deutlichen Qualitätsverbesserung in ihrem Leben."

Bürgermeister Roland Seel (CDU) schaute ebenfalls in der Einrichtung vorbei und unterstrich die Bedeutung des Seniorenheimangebotes für die Gemeinde: "Wir sind ein sozialer Standort und haben zum Beispiel mit der IB Behindertenhilfe oder dem Flüchtlingswohnheim eine gewisse Tradition. Da gehört das Pflegeheim einfach dazu. Das macht unsere Gemeinde aus."

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