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Die Kaffeemaschine ist schon in Betrieb: Kimy Kitanovski eröffnet kommende Woche ihr Café an der Bahnstraße.

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Belebung für den Handel: Café und Drogerie - zwei Eröffnungen in einer Woche

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"Ein Café als Treffpunkt wäre schön"und "wir brauchen eine Drogerie" -  diese Sätze waren in Steinbach häufig zu hören. Nun werden die Wünsche erfüllt, und entsprechend positiv ist die Resonanz.

Die Kaffeemaschine läuft schon mal: Doch im Laden an der Bahnstraße 3, in dem bis Frühsommer vergangenen Jahres das Schreibwarengeschäft „Stempel-Bobbi“ zu Hause war, wird gewerkelt und eingerichtet – noch. Bis kommenden Mittwoch sollte alles startklar sein: Dann eröffnet Kimy Kitanovski dort ein Café mit 26 bis 28 Plätzen.

Sie kommt damit dem Wunsch vieler Steinbacher nach, denen ein Café als Treffpunkt mitten im Ort bislang fehlte. „Mint and Things“ hat Kitanovski ihr Geschäft genannt, das passenderweise mit einem mintgrünen Logo beworben wird. „The Coffee Cake Concept Store“ ist da ebenfalls zu lesen.

Idee des Konzept-Cafés: Es beinhaltet ein Geschäft, in dem Papeterie-Artikel und Wohnaccessoires verkauft werden. Mit den Schreibwaren tritt Kitanovski auch in puncto Angebot die Nachfolge von „Stempel-Bobbi“ an. Mit dem Café möchte sie eine Nische füllen – und hat bereits vorab positive Kommentare bekommen, zum Beispiel im sozialen Netzwerk Facebook.

„Ich bin eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin“, sagt die Chefin, die schon Barista-Seminare absolviert hat. Zum Kaffee soll es Kuchen und Torten geben. Dafür kooperiert sie mit einem Bäcker. Ansonsten will Kitanovski ihr Konzept-Café nach eigener Aussage erst mal alleine stemmen – obwohl außer montags täglich geöffnet sein soll: wochentags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.

Ihr Vorbild in Sachen Arbeit ist im Geschäft nebenan tätig: Es ist ihr Ehemann Daniel Kitanovski, der sich mit seinem „Maskulin Barbershop“ über Steinbach hinaus einen Namen gemacht hat.

Rossmann startet morgen

Bereits am morgigen Samstag eröffnet die Rossmann-Drogerie im Erdgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses gegenüber dem Edeka-Markt an der Eschborner Straße. Darauf weisen Plakate in der Stadt schon seit einigen Tagen hin.

„Beides sind Ergänzungen unseres Einzelhandels, die wir sehr begrüßen“, sagt Erster Stadtrat Lars Knobloch (FDP) als Chef der Stadtverwaltung über die Neueröffnungen. „Das wird toll“, meint er in Bezug aufs Café, das Kimy Kitanovski „mit Herzblut“ betreiben werde.

Knobloch weiß, dass außer einem Café auch eine Drogerie auf der Wunschliste vieler Steinbacher stand – seit der Schlecker-Markt vor vielen Jahren geschlossen wurde. Dass es nun wieder einen Drogerie-Markt gebe, passe gut zur Stadt mit vielen jungen Familien, meint Knobloch.

Rossmann will auf etwa 700 Quadratmetern Verkaufsfläche ein Sortiment anbieten, das von Körperpflegeprodukten bis zu Bio-Lebensmitteln reicht. Geöffnet ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr. Acht Frauen und Männer sind in der Steinbacher Filiale beschäftigt.

Lob vom Gewerbeverein

Wie Knobloch gibt sich auch Boris Jatho, Vorsitzender des Steinbacher Gewerbevereins, angetan von den Neueröffnungen. Er spricht von einer „Bereicherung Steinbachs“ und von „Frequenzbringern“. Für den Stadteingang aus Richtung Eschborn sei Rossmann eine Aufwertung.

Jatho zeigt sich zudem dankbar, dass die Stadt für die Bahnstraße auf Ladengeschäfte in den Erdgeschossen der Häuser besteht. Das dürfte Wasser auf die Mühlen von Erstem Stadtrat Knobloch sein: Der Liberale sieht sich durch die Ansiedlung des Konzept-Cafés im ehemaligen „Stempel-Bobbi“-Laden im Konzept der Stadt bestätigt.

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