Wechsel im Quartiersbüro

Gloria Duvnjak hat das Team der Sozialen Stadt verlassen

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Zweieinhalb Jahre hat sich die Pädagogin Gloria Duvnjak für die Soziale Stadt um die Jugendarbeit gekümmert. Nun ist sie aus Steinbach weggegangen, Teile ihrer Aufgaben übernimmt eine bekannte Kollegin.

Sie wollte Steinbachs Jugendlichen zeigen, „dass jemand für sie da ist und auf ihre Bedürfnisse eingeht“, wollte wissen, „was ihnen in Steinbach fehlt, welche Wünsche sie haben“. Das sagte Gloria Duvnjak, kurz nachdem sie im Frühjahr 2016 ihren Dienst im Quartiersbüro des Infrastruktur-Förderprogramms Soziale Stadt angetreten hatte. In der Folge hat die Diplom-Pädagogin unter anderem gemeinsam mit den jungen Leuten Veranstaltungen ins Leben gerufen und in Form des Jugendtreffs „JuSt“ und der Jugend-Sprechstunde eine Anlaufstelle für Jugendliche geschaffen.

Jetzt hat Gloria Duvnjak Steinbach verlassen – weil sie sich privat verändert, wie es heißt. Ihr Abschied kam für einige überraschend: Eine offizielle Pressemeldung wurde erst verschickt, als Duvnjak schon weg war; Astrid Gemke (FDP), die Vorsitzende des Ausschusses Soziale Stadt der Stadtverordnetenversammlung, erfuhr erst durch den Anruf dieser Zeitung vom Weggang der Pädagogin.

Eine Lösung für die Zukunft ist jedoch schon gefunden. „Die Jugendarbeit bekommt nun ein neues und doch bekanntes Gesicht“, wird Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) in besagter Pressemitteilung zitiert. Bärbel Andresen, Quartiersmanagerin der Sozialen Stadt, stockt ihre Arbeitszeit auf: Zu ihrer 50-Prozent-Stelle der Quartiersarbeit kommt nun eine weitere halbe Stelle für die sogenannte Gemeinwesenarbeit.

Unter diesem Begriff sind die Aufgaben zusammengefasst, die Duvnjak bisher wahrgenommen hat: außer Jugendarbeit auch Integration von Flüchtlingen und Migranten sowie die Organisation von Veranstaltungen wie Begegnungsfesten.

Für den Rest von Duvnjaks Stelle wird jemand gesucht, das Team solle schnellstmöglich ergänzt werden, sagt Eugenie Riffel, Abteilungsleiterin Kinder, Familien und soziale Hilfen beim Caritasverband Hochtaunus. Die hauptamtlichen Kräfte der Sozialen Stadt sind bei der Caritas angestellt, die Projektpartnerin der Stadt ist.

Zwar war Duvnjaks Stelle zunächst auf drei Jahre befristet gewesen, die Laufzeit wurde aber mittlerweile bis Ende 2019 verlängert, erklären Riffel und Andresen. Letztere hatte vor einigen Monaten im Ausschuss Soziale Stadt für eine Aufstockung ihrer Quartiersmanagement-Stelle geworben.

Bärbel Andresen arbeitet fortan zwar mehr – aber eben unverändert mit einer halben Stelle in der Quartiersarbeit. Dazu kommt die andere halbe Stelle der Gemeinwesenarbeit. Darüber, ob auch das Zeitbudget für die Aufgaben des Quartiersmanagements noch erweitert wird, wird dem Vernehmen nach noch gesprochen.

Wie geht es jetzt also ganz praktisch weiter? Catharina von Poll, die Leiterin der Caritas-Beratung, übernimmt von Duvnjak kommissarisch die Koordination der offenen sozialen Sprechstunde. Diese wird donnerstags von 10 bis 12 Uhr in der Kronberger Straße 2 angeboten.

Andresen führt mit der ehrenamtlichen Jugendgruppenleiterin Eliza Chamuczynska den Jugendtreff „JuSt“ und damit die Angebote für Kinder und Jugendliche fort. „Es gibt sehr gute Anknüpfungspunkte“, sagt Andresen.

Was steht an? Der Jugendtreff „JuSt“ im Quartiersbüro (Wiesenstraße 6, Ecke Untergasse), ist alle 14 Tage donnerstags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Die nächsten Termine sind am 25. Oktober sowie am 8. und 22. November. „JuSt Girls“ heißt es an gleicher Stelle immer am dritten Donnerstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr. Mädchen sind also das nächste Mal am 18. Oktober unter sich.

Unter dem Namen „JuSt wonderful“ werden künftig Einzelveranstaltungen beworben. Dazu gehören eine Flechtwerkparty am Weidendom (Grüner Weg) am 25. Oktober und ein Fest auf dem Bolzplatz Süd am 6. November. Treffpunkt ist jeweils um 16 Uhr am Stadtteilbüro, von dort läuft die Gruppe gemeinsam zum Ort der Feier.

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