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Mit vereinten Kräften stellen die Kerbeburschen den Kerbebaum auf. Für diesen gibt es eine Hülse im Boden.

Steinbacher Kerb

Lob für die Kerb in der neuen Mitte

Erstmals wird die Steinbacher Kerb auf dem neu gestalteten St.-Avertin-Platz gefeiert. Eine Premiere gab es auch beim Baumaufstellen: Der Kerbebaum steht in einer extra dafür vorgesehene Vorrichtung und genau in der Mitte des Festgeschehens.

Interessiert beobachtet die sechs Jahre alte Lena das Geschehen auf dem Rummelplatz. Mehrere Männer hantieren mit Seilen herum, rufen sich gegenseitig Anweisungen zu, ziehen daran, lassen locker, rutschen von der einen auf die andere Seite. Am Ende der Seile befindet sich ein etwa 17 Meter langer Baum, geschmückt mit der Puppe Johann und einem Kranz. Es ist der Kerbebaum der Steinbacher Kirchweih. Erstmals soll der Baum in die dafür vorgesehene Vorrichtung im Boden eingelassen werden. Für die elf Kerbeburschen sowie die Festbesucher gleichermaßen eine neue Erfahrung.

„Er ist drin, jetzt muss er nur noch befestigt werden“, ruft Kerbevater David Deicke nach gut einer halben Stunde. Und nach kurzer Sicherung steht der Kerbebaum auch in seiner vollen Größe. „Schön“, meint Lena, die nicht zum ersten Mal das Fest besucht. „Wir sind jedes Jahr auf der Kerb, das ist einfach ein Muss“, sagt ihre Mutter. Das Fest sei immer wieder eine schöne Abwechslung.

Zur Familientradition gehöre es, auch beim Aufstellen des Kerbebaums dabei zu sein und dass die Kleine von Großeltern und Nachbarn Kerbegeld bekäme. „In diesem Jahr ist es einfach super, weil Stände und Fahrgeschäfte in der neuen Stadtmitte zusammengerückt sind. So hat man alles nah beieinander“, erzählt die Steinbacherin, bevor es für Lena eine Zuckerwatte gibt.

„Der Platz ist so schön gemacht worden, da passt es einfach, dass die Kerb jetzt auch hier gefeiert wird“, sagt Helmut Richter. Der 74-Jährige lobt die Planung: Dass überhaupt an eine Vorrichtung für den Kerbebaum gedacht wurde, sei schon klasse. Ebenso wie das Fest selbst, denn die Tradition aufrechtzuerhalten, hält Richter für sehr wichtig. Auch die langjährige CDU-Kommunalpolitikerin Martha Dickel freut sich über die neue Location. So habe man alle Stände dicht beieinander und überhaupt passe die Kerb einfach besser in die neue Mitte. „Und der Baum ist jetzt auch zentraler und kann von allen Seiten bestaunt werden“, meint die 80-Jährige.

Wie etwa 100 Besucher ließ sie sich die Eröffnung der Kerb am Samstagmittag nicht entgehen und beobachtete, wie Bürgermeister Dr. Stefan Naas (FDP) nach mehreren Versuchen einen Apfelweinfass anstach und damit die Kerb für eröffnet erklärte. Es sei eine Premiere auf dem neu gestalteten Platz sowie eine Premiere beim Aufstellen des Kerbebaumens in die dafür vorgesehene Hülse.

„Bereits am Freitagabend war die Veranstaltung mit rund 250 Leuten sehr gut besucht, und auch das Bembelstemmen hat super geklappt“, zeigte sich Gerd Rother, stellvertretender Vorsitzender der Steinbacher Kerbegesellschaft, mit der Veranstaltung zufrieden. Letztere organisiert zusammen mit den Kerbeburschen alljährlich das Traditionsfest.

Auch war Rother erleichtert darüber, dass mit dem Aufstellen der Stände auf dem neuen Platz sowie mit den Anschlüssen alles gut geklappt habe. Ebenso positiv stimmten ihn die Besucherzahlen am Samstag und Sonntag. „Wir haben ein neues Zeichen gesetzt und waren überwältigt von dem Besucheransturm. Getränke mussten nachgeholt werden, was auch am warmen Wetter liegt. Insgesamt waren am Samstag zwischen 800 und 1000 Besucher auf dem Festplatz, am Sonntag waren es noch einmal so viele.“ Die meisten Besucher hätten den neuen Platz gelobt.

Am heutigen Montag ist der Vergnügungspark von 14 Uhr an geöffnet, es gibt eine Happy Hour sowie eine Verlosung. Und am morgigen Dienstag können sich Familien von 14 Uhr an über ermäßigte Preise bei Fahrgeschäften und Getränken freuen.

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