2021 wollen sie antreten

Kerstin Balboa Gonzalez führt neuen Stadtverband der AfD in Steinbach

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Jetzt hat auch Steinbach einen Stadtverband der Alternative für Deutschland (AfD). Die Partei will im Landtagswahlkampf aktiv werden und bei der Kommunalwahl 2021 antreten. Eine andere Wahl soll hingegen ohne AfD-Bewerber stattfinden.

Die AfD hat einen Stadtverband in Steinbach gegründet. Nach Bad Homburg, Oberursel und dem Flächenverband im Usinger Land ist es die vierte örtliche AfD im Hochtaunus, wo es zudem einen AfD-Kreisverband gibt. Die 53 Jahre alte Kerstin Balboa Gonzalez wurde zur Sprecherin gewählt, ihre Stellvertreterin ist Gisela Engelhardt. Andreas Nimptsch komplettiert den Vorstand als Schatzmeister.

Balboa Gonzalez war nach eigenen Angaben bislang nicht politisch aktiv. Nun möchte sie „etwas verändern“ und habe sich für die AfD entschieden, die „auf die Bürger zugehe“ und „Zahlen und Fakten“ bringe.

Initiator der Gründung war Michael Dill. Er ist vielen noch als Steinbacher CDU-Kommunalpolitiker und Bürgermeisterkandidat 2009 in Erinnerung. 2013 war er dann der AfD beigetreten, für die er im Kreistag sitzt.

Für den AfD-Vorstand in Steinbach hat Michael Dill nicht kandidiert, will sich aber um die Organisation des Wahlkampfs kümmern. Zunächst um den jetzt anstehenden Landtagswahlkampf, aber auch darüber hinaus. „Klares Ziel ist, zur Kommunalwahl 2021 anzutreten“, sagt Dill im Gespräch mit dieser Zeitung. Noch seien gut zwei Jahre Zeit, eine Kandidatenliste aufzustellen.

15 Mitglieder

hat die AfD zurzeit, dazu nach eigener Darstellung „eine ganze Reihe an Interessenten und ,Mitgliedern in Bearbeitung‘“, wie es die Partei formuliert.

Nimmt man die Ergebnisse der Kommunalwahl 2016 als Maßstab, dürfte die Partei durchaus Chancen haben, ins Stadtparlament einzuziehen. Damals hatte sie bereits auf Kreisebene kandidiert und war in Steinbach auf 13,6 Prozent gekommen.

Als drängendste Aufgaben definiert die AfD „eine Neuausrichtung der Politik in Bezug auf Sicherheit und Sauberkeit“, eine „attraktive, bezahlbare Wohnstadt für Steinbacher Familien“ sowie eine „realistische Betrachtung in Bezug auf Bautätigkeit und unbebaute Flächen“.

Das Frankfurter Vorhaben, einen neuen Stadtteil „bis an die Grenze Steinbachs“ zu schaffen, lehnt die AfD ab. „Dieses künftige Problemviertel ist in keiner Weise zum Vorteil der Steinbacher Bürger“, sagt Balboa Gonzalez. Das Thema Sicherheit und Sauberkeit will sie auf Nachfrage dieser Zeitung noch nicht näher konkretisieren.

Klar ist laut Dill hingegen, dass die Partei keinen Kandidaten für die kommende Bürgermeisterwahl aufstellt, auch er selbst wolle nicht wieder antreten. „Das kann ich ausschließen“, sagt er. Die Wahl komme für die AfD zu früh. Gewählt wird in einigen Monaten, sofern der amtierende Rathauschef Dr. Stefan Naas (FDP) in den Landtag einzieht.

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