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Wer zieht als Bürgermeister ins Steinbacher Rathaus ein? Diese Frage wird 2019 ebenso beantwortet wie die, wie der Verwaltungssitz und das Feuerwehrhaus (hinten) zukunftsfit gemacht werden können.

Rathaus

Machbarkeitsstudie soll Ideen für modernen Verwaltungssitz aufzeigen

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In diesem Jahr wird in Steinbach nicht nur der neue Rathauschef gewählt, sondern auch einiges geplant und gebaut. Darunter ist ein Großprojekt an der Landesstraße, das viele Verkehrsteilnehmer betrifft.

Steinbachs Top-Thema des Jahres 2019 dürfte die Direktwahl des neues Bürgermeisters sein. Für 24. März sind die Steinbacher aufgerufen, den Nachfolger des in den Landtag gewechselten Dr. Stefan Naas (FDP) zu wählen. Gut möglich, dass die Entscheidung erst in der Stichwahl am 7. April fällt, gibt es doch bislang drei Bewerber: Haupt- und Sozialamtsleiter Steffen Bonk für die CDU, FDP-Fraktionsvorsitzende Astrid Gemke und SPD-Parteichef Moritz Kletzka.

Bis die oder der Neue voraussichtlich im Frühsommer das Amt antritt, führt Erster Stadtrat Lars Knobloch (FDP) die Geschäfte in jenem Rathaus, in dem Kletzka, Gemke und Bonk gern auf dem Chefstuhl Platz nehmen würden. Alle drei haben das Rathaus – und das benachbarte Feuerwehrhaus – aber auch in baulicher Hinsicht für ihren Wahlkampf in den Blick genommen. Dass Modernisierungen dort nottun, ist unstrittig. Sanierung oder Neubau? Was ist wie, zu welchem Preis und mit welchen Fördermitteln möglich? Das lässt die Verwaltung bereits untersuchen, arbeitet dafür mit dem Kasseler Architekturbüro „punkt 4“ zusammen. „Gegen Ende des ersten Quartals“ soll laut Knobloch das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie vorgestellt werden.

Ebenfalls im ersten Quartal 2019 soll ein Vorschlag für die Zukunft des Steinbacher Wassernetzes unterbreitet werden. Die Politik hatte sich für Verhandlungen über einen Rückkauf von den Oberurseler Stadtwerken ausgesprochen, an die das Netz vor über 20 Jahren verkauft worden war. Diese Verhandlungen laufen zurzeit.

Umleitung im Sommer

Einen weiteren Vorschlag möchte Knobloch im ersten Halbjahr unterbreiten – jenen, wo ein zusätzlicher städtischer Kindergarten gebaut werden kann. Dass ein solcher erforderlich ist, ist bekannt – ungeachtet dessen, dass die katholische Kita zurzeit neu gebaut und um zwei U 3-Gruppen erweitert wird.

Der Bereich der bestehenden städtischen Kitas Am Weiher und Wiesenstrolche steht 2019 ebenfalls im Blickpunkt. Angestrebt werden das Schaffen von Sichtöffnungen und eine Neugestaltung der Fläche vor der Weiher-Kita. „Es geht um eine Aufwertung des Platzes“, sagt Knobloch. Zumindest geplant werden soll in diesem Jahr.

Ob die Maßnahme 2019 auch schon umgesetzt wird? Da gibt sich die Verwaltung zurückhaltend, verweist auf die stark gefragten und eingespannten Baufirmen. In Bezug auf die Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Im Gründchen“ hatte die Stadt die Ausschreibung der Bauarbeiten sogar wiederholt, weil zunächst nur ein Angebot vorgelegen hatte, das deutlich über dem kalkulierten Preis gelegen hatte.

Mittlerweile hat diese Erschließung auf dem Areal an der Bahnstraße begonnen, und sie wird die Steinbacher durchs ganze Jahr begleiten. Und nicht nur sie: Während der „heißen Phase“ der Arbeiten im Sommer werden Umleitungen erforderlich, die Auswirkungen auf den Taunus-Verkehr haben. Denn die Bahnstraße, die Landesstraße 3006, ist eine stark befahrene Verbindung im Vordertaunus.

Gebaut wird auch am Pijnacker-Weg zwischen Hessenring und Thüringer Park. Die Neugestaltung des Fußwegs ist eines der Projekte, die mit Unterstützung des Infrastrukturförderprogramms Soziale Stadt realisiert werden. Der Weg bekommt den bereits andernorts in der Stadt verwendeten sandfarbenen Asphalt, außerdem werden neue Querverbindungen geschaffen. Dafür müssen Bäume gefällt werden, Ersatzpflanzungen sind zugesagt. „Wir sind mit den Wohnungsbaugesellschaften im Gespräch“, sagt der Erste Stadtrat. Das gilt auch in Bezug auf die Schaffung eines Spielplatzes. Im genannten Bereich liegen Wohnungen der Nassauischen Heimstätte und des Volks- Bau- und Sparvereins.

Workshops für Untergasse

Für die Untergasse steht die Erneuerung zwischen Freiem Platz und Wiesenstraße an. Ob 2019 schon gebaut wird, ist auch hier fraglich. Der Stadt ist wichtig, die Betroffenen einzubinden. Einen Workshop mit Interessenvertretern – von Anliegern bis zum Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) – hat es bereits gegeben, ein weiterer ist geplant.

Und auch das steht 2019 an: Der Zwingerweg wird befestigt, und unterhalb des Friedhofs wird ein weiterer Abschnitt der Steinbachaue renaturiert. Für die „Tasche“ genannte Fläche gegenüber dem „Alten Cronberger Weg“ soll das Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden. Fünf Baugrundstücke könnten noch 2019 auf den Markt kommen.

Ferner geht die Arbeit der Sozialen Stadt weiter. So planen Jugendliche die Einweihung ihrer Freizeitfläche am Grünen Weg, und ein neuer Kollege verstärkt ab sofort Quartiersmangerin Bärbel Andresen im Büro der Sozialen Stadt.

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