Pfarrei St. Ursula will 300 Interviews führen

  • Stefanie Heil
    vonStefanie Heil
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Der Visionsprozess der Pfarrei St. Ursula Oberursel und Steinbach geht in die nächste Runde. Jetzt werden Interviews geführt – und Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen.

Seit wann leben Sie in Oberursel beziehungsweise Steinbach? Eine Frage, die leicht zu beantworten ist. Auch was einem dort gefällt, lässt sich noch ziemlich rasch formulieren. Schwieriger wird’s bei der Frage, wo Gott in Oberursel und Steinbach erfahrbar ist. Da muss der Befragte schon eine Weile überlegen.

Sich Gedanken zu machen, ist durchaus gewollt. Denn die exemplarisch genannten Fragen gehören zu einem ganzen Kartensatz voller Fragen, mit denen die katholische Pfarrei St. Ursula Menschen aus Oberursel und Steinbach auf den Zahn fühlt. Die Großpfarrei hat, wie berichtet, einen Visionsprozess gestartet, mit dem konkrete Ziele und Handlungsschritte formuliert werden sollen. Die Vision soll das Handeln der Gemeinde leiten, geht es doch um das Zukunftsbild der Kirche. Ein per E-Mail verschickter Adventskalender war nach zahlreichen internen Arbeiten die erste öffentlich wahrnehmbare Aktion gewesen, nun folgt die nächste.

Die Gemeinde geht nämlich in die Interviewphase, in der Freiwilligen Fragen wie die eingangs geschilderten gestellt werden. Mehr als 45 Frauen und Männer haben sich laut Pfarrer Andreas Unfried bereiterklärt, die Interviews zu führen, teils lassen sie sich in diesen Tagen bei Workshops fitmachen. Läuft alles so, wie es sich die Verantwortlichen erhoffen, kommen am Ende um die 300 Interviews zusammen.

„Es sind einfach tolle Gespräche“, sagte Unfried, nachdem er bereits selbst fünf Menschen befragt hatte. Auf der Suche nach Interviewpartnern habe er noch keinen Korb bekommen. Vor den Fragen braucht niemand Angst zu haben. „Es macht Freude, darüber nachzudenken und gefragt zu sein“, warb er.

Wer sich zur Verfügung stellt und sich befragen lässt, kommt über so einiges ins Nachdenken. Sei es über seinen Glauben, über seinen Wohnort und seine Nachbarschaft oder über Jesus und was dieser in Oberursel und Steinbach machen würde, wenn er heute dort lebte.

Überrumpelt werden soll niemand, und so sprechen die Aktiven von St. Ursula auch niemanden auf der Straße an. Vielmehr gehen sie in ihrem Umfeld auf Leute zu, freuen sich aber auch, wenn sich Interessierte melden.

Wer sich am Visionsprozess beteiligen möchte, kann sich mit Pastoralreferentin Susanne Degen unter Telefon (0 61 71) 9 79 80–31 und per E-Mail an degen@kath-oberursel.de, in Verbindung setzen. Informationen gibt es auch im zentralen Pfarrbüro unter Telefon (0 61 71) 9 79 80–0.

(she)

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