1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Steinbach

Schweißtreibende, elegant-lässige Hüftschwünge in Steinbach

Erstellt:

Von: Alexander Wächtershäuser

Kommentare

Trainerin Melanie Blumenstiel macht vor, wie's geht.
Trainerin Melanie Blumenstiel macht vor, wie's geht. © jens priedemuth

Die TuS Steinbach bietet erstmals eine Hula-Hoop-Trainingsstunde an und ist von der Resonanz überwältigt. Knapp 20 Teilnehmerinnen machen auf Anhieb mit.

Steinbach -Schon am Dienstagnachmittag muss Heike Schwab eine Sonderschicht einlegen. "Ich bin gerade dabei, noch weitere Hula-Hoop-Reifen zu organisieren", berichtet die Vorsitzende der TuS Steinbach. Denn am Abend soll erstmals das neue Sportangebot des Vereins, Hula-Hoop, stattfinden. Und von der Resonanz ist selbst der Verein ein wenig überrascht. "Wir haben natürlich in der Vergangenheit immer wieder neue Sportangebote ausprobiert, aber so viele Teilnehmerinnen schon in der ersten Übungsstunde, - das hatten wir seit Jahren nicht, zumal auch in der Corona-Zeit", zeigt sich auch Christine Lenz, bei der TuS zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, beeindruckt.

Tatsächlich haben sich am Abend knapp 20 Teilnehmerinnen eingefunden - quer durch alle Altersstufen. "Natürlich wäre es schön gewesen, wenn auch der eine oder andere Mann vorbeigeschaut hätte", sagt Übungsleiterin Melanie Blumenstiel. Aber was noch nicht ist, kann ja vielleicht noch werden. Aber auch ohne Männer ist die Friedrich-Hill-Halle gut gefüllt, zumal gemäß Hygienekonzept - es gilt 2 G-plus - auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssen. "Wenn es mehr gewesen wären, hätten wir höchstens noch auf der Bühne den einen oder anderen Teilnehmer oder Teilnehmerin unterbringen können", sagt die Trainerin mit einem Lachen.

Es scheint so, dass die TuS mit dem neuen Angebot ins Schwarze getroffen hat. Das mag auch daran liegen, dass wahrscheinlich jeder schon mal in seiner Kindheit locker und leicht mit elegantem Hüftschwung den Reifen hat kreisen lassen, um dann später festzustellen, dass das, was man als Kind mühelos beherrscht hat, auf einmal nicht mehr klappt.

Tatsächlich, so lässig, wie es Melanie Blumenstiel demonstriert, klappt es zu Beginn längst nicht bei allen Teilnehmerinnen. Und wenn doch, dann mit einem wesentlich größeren Körpereinsatz. "Das ist völlig normal", sagt die Trainerin, doch man bekomme sehr schnell den Bogen raus. Wichtig sei, dass man Spaß habe.

Warum Hula-Hoop so viel Freude macht, liegt für sie auf der Hand. "Es stärkt das Körpergefühl", sagt sie und es sei schnell erlernbar. Tatsächlich kreisen in der Friedrich-Hill-Halle schon bald die Reifen, und Melanie Blumenstiel kann damit anfangen, weitere Übungen zusätzlich zum eleganten Hüftschwung einzubauen. Einen Schritt zur Seite während des "Hoolerns" oder auch eine Drehung sollen probiert werden. Und wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann probiert man es eben noch mal von vorn.

So oder so, schweißtreibend ist der so lässig aussehende Trendsport durchaus. Vor allem wenn weitere Gerätschaften in den Übungsablauf integriert werden. Bälle beispielsweise, mit denen während des Hoolerns weitere Übungen gemacht werden. Das stärkt die Muskulatur und schult die Koordination.

Am besten sei es, wenn man einen eigenen Reifen hat, der auf die körperlichen Bedürfnisse abgestimmt ist, weiß die Trainerin. Wer dauerhaft an dem Übungsangebot der TuS teilnehmen will, dem empfiehlt sie den Kauf dieses Sportgeräts und verspricht, dass sie bei der Auswahl des richtigen Typs - es kommt auf das richtige Gewicht und den Durchmesser an - behilflich ist. Für diejenigen, die die Sportart zunächst ausprobieren möchten, hält die TuS einige Reifen bereit.

Am Ende des Trainings sind sich alle einig, dass es jede Menge Spaß gemacht hat. Die nächste Übungsstunde am kommenden Dienstag, 19 bis 20 Uhr, in der Friedrich-Hill-Halle dürfte also gut besucht werden. Und vielleicht wagt sich ja dann auch mal ein Mann an den elegant-lässigen Hüftschwung. aw

Zum Start reicht die Anzahl der Reifen nicht, so groß ist der Ansturm.
Zum Start reicht die Anzahl der Reifen nicht, so groß ist der Ansturm. © jens Priedemuth

Auch interessant

Kommentare