Im 91er durch die Stadt

Steinbach bekommt eine eigene Buslinie und neue Haltestellen

Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember beschert Steinbach eine eigene Buslinie. Die neue 91, die zwischen dem S-Bahnhof und dem Sportzentrum verkehrt, ergänzt die Linien 251 und 252, auf denen es Veränderungen gibt.

Fahrplanwechsel in Deutschland, das heißt: Es gibt Veränderungen von den bundesweiten Bahnen bis zum Dorfbus. Für Steinbach bedeutet das in diesem Jahr, dass die Stadt mit dem Fahrplanwechsel (11. Dezember) eine neue Buslinie bekommt. Sie wird als Linie 91 allein im Stadtgebiet verkehren und den Bahnhof mit dem Sportgebiet und der Phorms-Schule (montags bis freitags) verbinden. Samstags ist an der Staufenstraße Schluss respektive Start. Sonntags fährt dieser Bus nicht.

Wer im Internet () nach Steinbach betreffenden Verbindungen für die Zeit nach dem Fahrplanwechsel sucht, landet bereits bei der neuen Linie. So öffentlich das Angebot da nachzulesen ist, so bedeckt hätten sich die Beteiligten von Hochtaunuskreis respektive Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) und Stadt gern gehalten und die Neuerung erst kommende Woche bei einem Pressetermin verkündet.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert solche Geheimniskrämerei bei der Veröffentlichung der neuen Busfahrpläne in der Region und wünscht sich frühere Infos. „Die neuen DB-Fahrpläne werden bereits zwei Monate vorher bekanntgegeben. Warum geht das nicht auch bei den regionalen und lokalen Busverbindungen?“, fragt Wilfried Staub von Pro Bahn.

Mit der neuen Linie wird einer Forderung der Stadt Rechnung getragen. Sie wollte einen Ausgleich dafür haben, dass das Angebot auf der durch Steinbach fahrenden Buslinie 252 schlechter wird. Im Frühjahr war bekannt geworden, dass diese verkürzt wird und nur noch zwischen Eschborn-Süd (statt Rödelheim) und Weißkirchen-Ost (statt Oberursel-Innenstadt) fährt. Vor allem Letzteres hatten Steinbacher kritisiert, die gern mit dem 252er ohne umzusteigen in die Oberurseler City zum Einkaufen fahren. Mittlerweile hieß es aber in der Sitzung des Ortsbeirats Weißkirchen, dass einzelne Verbindungen nach Oberursel erhalten bleiben sollen.

So oder so: Steinbach bekommt nun seine Linie. Diese wird von der DB Busverkehr Hessen GmbH als Auftragnehmerin des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) mit etwa 20 Sitzplätzen bietenden Midi-Bussen gefahren. Die Bahn-Tochter übernimmt zum 11. Dezember auch die Buslinien 251 und 252 von der Hessenbus GmbH, einer Tochter der Hessischen Landesbahn.

Wichtig für die Steinbacher: Sie bekommen mit der Linie 91 zwei neue Haltestellen, die regelmäßig angefahren werden, nämlich an der Phorms-Schule (Station Sportpark), die derzeit laut Kreissprecherin Andrea Nagell bereits mit „schulbezogenen Fahrten“ bedient werde, und am Edeka-Markt (Station Elisabethweg). Das hatten Bürger und Politik gewünscht. Eine weitere Haltestelle soll später nahe Aldi und Rewe im Zuge des neuen Gewerbegebiets „Im Gründchen“ dazukommen, bestätigen Steinbachs Hauptamtsleiter Steffen Bonk und der Kreis. Andrea Nagell nannte „im Laufe des Jahres 2017“ als Zeitplan.

Der Bus 91 soll den Bogen über die Berliner Straße fahren, den der 251er künftig anders als derzeit nicht macht – außer sonntags, wenn der 91er Pause hat. Die vom Nordwestzentrum Frankfurt zum Berliner Platz nach Kronberg fahrende Linie 251 hält nach dem S-Bahnhof in Steinbach werktags nur noch an den Stationen Wingertstraße, Pijnacker-Platz, Staufenstraße und Neuwiesenweg.

In Bezug auf die Verbindung zur Phorms-Schule bleibt die Frage nach dem Neuwiesenweg, über den der Bus 91 fahren soll – schließlich hatte es in der Kommunalpolitik geheißen, der Weg müsse für den Busverkehr erst ausgebaut werden. Während die Politik immer noch über den Neuwiesenweg diskutiert, kommen nun aber schon die Busse. Aus Expertenkreisen hieß es gestern dazu, dass es möglicherweise zwischenzeitlich noch mal eine Änderung bei der Linienführung geben könne.

Unbeantwortet blieb die Frage nach der Höhe der Kosten für den neuen Bus. Kreissprecherin Nagell sagte aber immerhin: „Die Kosten für die neue Stadtbuslinie werden hauptsächlich vom VHT getragen. Für die Stadt Steinbach entstehen keine Mehrkosten.“

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