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Steinbach: Jugend braucht einen Treffpunkt

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Von: Christiane Paiement-Gensrich

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Sprecher und Sprecherin der IG Jugend: Jonathan Sutphen und Chris Tiwa.
Sprecher und Sprecherin der IG Jugend: Jonathan Sutphen und Chris Tiwa. © privat

Jonathan Sutphen und Chris Tiwa leiten nun die Interessengemeinschaft der jungen Menschen. Die städtische Jugendarbeit hat viel vor. Aber alles geht nur gemeinsam mit allen.

Steinbach -Einen Bauwagen will die Stadt Steinbach Anfang 2023 am Grünen Weg als Treffpunkt für die Jugendlichen aufstellen. Die jungen Leute dürfen mitplanen, wie es im Wagen aussehen soll. Das steht im Bericht der kommunalen Jugendarbeit für das Jahr 2022. Das Stadtparlament hat ihn in den Ausschuss für Soziales, Bildung, Integration, Sport und Kultur überwiesen. Bei der kommunalen Jugendarbeit kooperiert die Stadt mit dem Caritasverband Hochtaunus. Jugendpflegerin Antonia Landgesell ist bei der Caritas angestellt, ihre 50-Prozent-Stelle wird aber von der Stadt bezahlt. Unterstützt wird die Jugendpflegerin von Honorarkräften.

Alle Steinbacher Jugendlichen haben zudem die Möglichkeit, ihre Interessen, Wünsche, Anliegen und Ideen über die Interessengemeinschaft (IG) Jugend kundzutun. Zusätzlich bietet die IG Jugend allen Jugendlichen eine Plattform, auf der sie sich vernetzen und austauschen können. Zum neuen Sprecher wurde jetzt Jonathan Sutphen gewählt, er leitet nun zusammen mit der Sprecherin Chris Tiwa die IG Jugend.

Dringend wünscht sich die Jugendpflege mehr Platz. Seit Anfang 2022 ist der Jugendraum der evangelischen St. Georgsgemeinde Treffpunkt für Gruppen der Jugendpflege. Aber der Raum werde den Bedürfnissen und Wünschen der Jugendlichen nur teilweise gerecht, heißt es in dem Bericht. Mit dem Bauwagen am Grünen Weg hätten die Jugendlichen zwar die Möglichkeit, in Eigenverantwortung zu handeln und den Bauwagen als Anlaufstelle zu nutzen. Der Wagen ersetze aber keinen Jugendraum und erst recht kein Jugendzentrum. Strom, Heizung, Wasseranschluss, Toilette, WLAN-Zugang, Küche und genügend Platz für mehrere Cliquen sowie ein abgetrennter Arbeitsplatz für die Jugendbeauftragte fehlten. Auch seien diese Elemente im derzeitigen Jugendraum nur teilweise vorhanden. Für die Jugendarbeit gebraucht werde eine bedarfsgerechte Anlaufstelle für alle und mehr Räume, um sich frei zu entfalten. Das gelte für öffentliche Räume, meine aber auch einen eigenen Jugendraum oder ein Jugendzentrum.

Schwerpunkt Sport

Trotzdem sei aber dank der Möglichkeit kontinuierlich stattfindender Treffen im evangelischen Jugendraum der Aufbau der Beziehungsarbeit zu den Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren sehr gut möglich. Für Jugendliche ab 16 Jahren sehe das leider anders aus. Diese hätten den Jugendraum nicht als Treffpunkt angenommen.

Ein Schwerpunkt der Jugendarbeit liege auf dem Sport. Hier können sich die Jugendlichen austoben, ihren Frust ablassen und aktiv werden. Dazu gehören unter anderem Fußball, Basketball, Versteck-Fangen, Tanzen und Yoga. Die Jugendlichen erlangen ein besseres Körpergefühl. Daraus entwickelt sich oft ein gesteigertes Selbstbewusstsein und ein positiveres Selbstwertgefühl, das unbedingt weiter gefördert werden müsse, heißt es.

Auch aufsuchende Jugendarbeit wird geleistet: Die Jugendpflegerin kann dabei auf die aktuellen Bedürfnisse und Lebenssituationen der einzelnen Jugendlichen eingehen. Wichtig sei es vor allem, Zeit zu investieren und so Vertrauen aufzubauen.

Alle bestehenden Angebote sollen fortgeführt werden und öfter, länger und zielgruppenspezifischer stattfinden. Ein Gartenprojekt soll im neuen Jahr angegangen werden.

Der Fußballcup soll im nächsten Jahr erneut stattfinden, gerne wieder bei den Steinbach Open Airs. Zusätzlich soll ein Ferienprogramm in den Sommerferien stattfinden und erneut versucht werden, durch bestehende Förderprogramme Finanzierungsmöglichkeiten für Ausflüge zu generieren. Werbung für die Angebote der Jugendarbeit wurde bisher über das Netzwerk der sozialen Stadt, Mailverteiler, Flyer und Aushänge verbreitet. Jetzt soll die Jugendbeauftragte ein Smartphone erhalten, um eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe für alle Jugendlichen in Steinbach zu schaffen. Auch soll auch die Plattform Instagram genutzt werden. cg

Mit Quatschen und Chillen klingt das Treffen der Interessengemeinschaft Jugend aus.
Mit Quatschen und Chillen klingt das Treffen der Interessengemeinschaft Jugend aus. © privat

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