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Steinbach: Weltoffenes und selbstbewusstes Städtchen

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Von: Manuela Reimer

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Landrat Werner Herr, Ministerpräsident Albert Osswald und Bürgermeister Walter Herbst im September 1972 bei der Verleihung.
Landrat Werner Herr, Ministerpräsident Albert Osswald und Bürgermeister Walter Herbst im September 1972 bei der Verleihung. © tz

Vor genau 50 Jahren wurden der Gemeinde die Stadtrechte verliehen. Das wird mit einer Festwoche groß gefeiert.

Steinbach -Steinbach hat allen Grund zu feiern: Am 22. September 1972, also vor nunmehr fast genau 50 Jahren, wurden der Gemeinde die Stadtrechte verliehen. An den besonderen Jahrestag soll mit einer vielfältigen Festwoche mit vollem Programm erinnert werden: Gefeiert wird von Sonntag, 18. September, bis einschließlich Sonntag, 25. September.

„Stadt Steinbach (Taunus)“ - „Unseren schönen Ort so nennen zu dürfen, ist ein Privileg“, sagt Bürgermeister Steffen Bonk (CDU), der die Steinbacher im Namen des Magistrats herzlich einlädt, mitzufeiern. Vom kleinen Dorf habe sich Steinbach Anfang der 1960er-Jahre innerhalb von nur zehn Jahren zu einer modernen und beliebten Wohnstadt entwickelt, so Bonk.

Die Kriterien Einwohnerzahl, Siedlungsform und wirtschaftliche Verhältnisse machten 1972 die Verleihung der Stadtrechte möglich, während andere Gemeinden im Zuge der hessischen Gebietsreform mit größeren Nachbarstädten fusionieren mussten. „Steinbach ging schon immer seinen eigenen Weg“, kommentiert Bonk.

Die Stadtrechte wurden in einem feierlichen Akt verliehen: Albert Osswald (SPD), damals Ministerpräsident in Hessen, kam höchstpersönlich ins noch recht neue Bürgerhaus, um Bürgermeister Walter Herbst (SPD) die vom Landesinnenminister unterzeichnete Urkunde zu überreichen.

Steinbach, zeigt ein Blick in die Vergangenheit, gehört zu den ältesten Gemeinden im vorderen Taunus. Im Jahr 789, und zwar ebenfalls im September, wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, nämlich im „codex traditioum“: Die „Marca Steinbach“ geht als Schenkung an das Benediktinerkloster Lorsch.

Heute präsentiert sich Steinbach als „junge Stadt der offenen Herzen“. Bonk: „Vor den Toren der Mainmetropole ist Steinbach als eigenständige und selbstbewusste Stadt im Vordertaunus verwurzelt und bietet mit seinen vielfältigen Einrichtungen und Veranstaltungen für Freizeit und Erholung eine hohe Wohn- und Lebensqualität.“

Kulturelle Vielfalt und Miteinander

Mit der Anbindung an S-Bahn und Autobahn sei Steinbach auch fürs heimische Gewerbe attraktiv, ebenso für Berufspendler in die umliegenden Städte. „Die Menschen begegnen mir in Steinbach tagtäglich mit einem offenen Herzen bei meiner Arbeit als Bürgermeister“, freut sich Bonk. „Die Aufgeschlossenheit, das weltoffene Denken, Interesse für alles Neue, die Kreativität und die große kulturelle Vielfalt in unserer Stadt begeistern mich jeden Tag aufs Neue.“

Der Veranstaltungsreigen beginnt musikalisch: Am Sonntag, 18. September, 15 Uhr, führt der Kinderchor des Steinbacher Gesangvereins Frohsinn im Bürgerhaus, Untergasse 36, das Kindermusical „Der Zauberer von Oz - Mut wächst auf dem Weg“ auf. Der Eintritt ist frei, Dauer: zirka 45 Minuten. Fortgesetzt wird die Festwoche am Dienstag, 20. September, um 19 Uhr: Im Bürgerhaus geht es mit dem Verein für Geschichte und Heimatkunde um die „Steinbacher Geschichte - Vom kleinen Nachkriegsdorf zur jungen Stadt der offenen Herzen“.

Der städtische Festabend im Bürgerhaus - am Donnerstag, 22. September - ist einer geschlossenen Gesellschaft vorbehalten.

Nicht so die große Party am Freitag, 23. September: Von 20 Uhr an darf im Bürgerhaus ausgelassen gefeiert werden. Hot Stuff Featuring Ty LeBlanc und Derrick Alexander steuern Tanzmusik der Siebziger, Achtziger und mehr bei. Veranstaltet wird die Sause vom Magistrat, der Eintritt kostet 5 Euro inklusive 2-Euro-Getränkebon. Wer dabei sein möchte, sollte sich seine Tickets im Voraus sichern: Der Kartenvorverkauf findet am Montag, 12. September, und Donnerstag, 15. September, jeweils von 13 bis 18 Uhr im Bürgerbüro im Rathaus, Gartenstraße 20, statt. Tickets soll es aber auch an der Abendkasse geben.

Am Morgen danach wird geschlemmt: Für Samstag, 24. September, lädt die Stadt zum „Wochenmarkt-Brunch“ von 9 bis 14 Uhr auf den St.-Avertin-Platz ein. Am Abend geht es im Bürgerhaus weiter: Von 18 Uhr an nimmt die Evangelische St.-Georgsgemeinde die Steinbacher mit auf eine musikalische Zeitreise unter dem Motto „Von der Quelle bis zur Stadt“. Der Sonntag, 25. September, beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in St. Bonifatius, Untergasse 27. Los geht es um 10 Uhr. Den Abschluss der Festwoche bildet ein Höhepunkt: Am Sonntagnachmittag, 14 Uhr, beginnt die dritte große Stadtrallye des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt. Bis 18 Uhr werden dann nicht nur 50 Jahre Stadtrechte, sondern auch zehn Jahre Soziale Stadt gefeiert. Bärbel Andresen vom Stadtteilbüro Soziale Stadt macht neugierig: „Jede Menge Spiel und Spaß, Kniffliges und Sportives, Musik und Poesie, daneben leckeres Essen und fröhliches Begegnen“ - all das erwartet die Steinbacher. Zur Rallye, die sich vom Vorplatz an der Geschwister-Scholl-Schule entlang der Untergasse über den Freien Platz bis zur evangelischen Kirche und in die Eschborner Straße zu Windecker erstrecken soll, laden die 30 Aktionsgruppen aus Vereinen, Religionsgemeinschaften, Unternehmen und der Sozialen Stadt ein. Willkommen sind alle Generationen. mrm

Stets fröhlich und selbstbewusst: der quirlige heutige Bürgermeister Steffen Bonk von der CDU.
Stets fröhlich und selbstbewusst: der quirlige heutige Bürgermeister Steffen Bonk von der CDU. © Jens Priedemuth

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