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Landrat Ulrich Krebs (CDU) gratuliert Rolf Geyer (links) zum Bundesverdienstkreuz am Band, den er für sein jahrelanges Engagement für die Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ verliehen bekam.

Engagement bei "Luftfahrt ohne Grenzen"

Verdienstkreuz am Bande für Rolf Geyer: Ein Helfer in der Not

Drei bis viermal pro Woche arbeitet Rolf Geyer ehrenamtlich für die von ihm mitbegründete Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ (LOG) am Frankfurter Flughafen. Für den 81-jährigen ehemaligen Geschäftsstellenleiter der Frankfurter Sparkasse ist es ein Herzensanliegen Menschen in Not zu helfen. Dafür gab es jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande.

„Meine Tätigkeit für Luftfahrt ohne Grenzen ist für mich wie ein zweiter Beruf, bei dem ich täglich immer noch dazu lerne“, lacht Rolf Geyer und es wird spürbar, hier ist einer, der sich mit Leib und Seele seinen Aufgaben widmet.

Seit 2003 ist der gebürtige Frankfurter, der seit 1972 in Steinbach Zuhause ist, für die Hilfsorganisation, die er selbst mitbegründet hat, aktiv und gehört dort zum Finanzvorstand. Das Verwalten von Geld- und Sachspenden in Millionenhöhe ist sein Tagesgeschäft, genauso wie vielen Gespräche mit Spendern und Sponsoren. „Und wenn es sein muss, dann fasse ich auch mit an, wenn ankommende Pakete schnell umgepackt werden müssen“, so Geyer. Das gehöre für ihn einfach dazu, wenn es darum geht, von Naturkatastrophen, Armut, Krankheit und Vertreibung gebeutelten Menschen weltweit zusammen mit LOG zu helfen.

Unermüdlicher Einsatz

„Ohne die vielen Stunden, die Rolf Geyer im Hintergrund dafür gesorgt hat, dass der Verein seiner humanitären Aufgaben auch finanzieren kann, hätte der Verein seiner humanitären Aufgabe nicht in dieser Weise nachkommen können“, betonte Landrat Ulrich Krebs (CDU) bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Bundesverdienstordens am vergangenen Donnerstag. Auch Steinbachs Ersten Stadtrat Lars Knobloch (FDP) fand bei der Verleihung lobende Worte: „Seit vielen Jahrzehnten engagieren Sie sich mit viel Herzblut, Leidenschaft und großem Zeitaufwand ehrenamtlich. Sie machen nie viel Aufhebens um ihren eigenen Anteil an Erfolgen und verfahren stets getreu dem Motto: Tue Gutes und rede nicht darüber.“

Tatsächlich ist die Liste, des in Steinbach gut vernetzten ehemaligen Geschäftsstellenleiter der Frankfurter Sparkasse lang. Auch wo in der Nähe Hilfe nötig ist, hat er im Blick. So hat sich Geyer unter anderem in der Steinbacher St. Georgsgemeinde als Kirchenvorstandsmitglied verdient gemacht und tut es noch. Der Pensionär ist Schatzmeister beim Ortsverein des DRK Stiftungsrat in der Steinbacher Stiftung „Bürger helfen Bürgern“ und er ist Vertreter der St. Georgsgemeinde im Sozialen Netzwerk Steinbach. „Sie sind ein Leuchtturm unserer Stadtgesellschaft, ein Leuchtturm, dessen Licht weit über die Grenzen unserer kleinen Stadt hinaus strahlt“, fasste es Knobloch bei der Ehrung bildlich zusammen. Vielen Menschen sei durch diese Hilfe ein lebenswertes Leben erst ermöglicht worden.

Gutes zurückgeben

Nach seiner Motivation für dieses Engagement gefragt, antwortet Rolf Geyer im Gespräch mit dieser Zeitung: „Im Vergleich mit den vielen Krisengebieten in der Welt geht es uns hier gut. Und ich selbst habe in meinem Leben viel Gutes erfahren, das möchte ich zurück geben.“ Ihm selbst mache diese Arbeit große Freude. Besonders gut sei ihm der Einsatz nach dem schweren Erdbeben in Haiti in Erinnerung. Damals erreichte die LOG ein Hilferuf, weil Medikamente für die Bekämpfung der grassierenden Cholera fehlten. Zusammen mit seinen Mitstreitern organisierte Geyer die Arzneien und den Transport in kürzester Zeit. „Da haben wir mehreren 100 Kindern das Leben gerettet. Und das ist unser Lohn“, so Geyer. Und Ansporn für die Zukunft. „Solange der liebe Gott mir die Kraft und die Freude schenkt, mache ich weiter.“

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