Stellen sind „absolut zusätzlich“

Das Land Hessen hat seit Anfang des Jahres 700 neue Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an Schulen zur Verfügung gestellt – 400 an Grundschulen und 300 an weiterführenden Schulen.

Das Land Hessen hat seit Anfang des Jahres 700 neue Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte an Schulen zur Verfügung gestellt – 400 an Grundschulen und 300 an weiterführenden Schulen. Zu deren Aufgaben gehört die Unterstützung von Lehrern in Unterricht und Sozialarbeit. Besetzt werden können die Stellen mit Sozialarbeitern und Sozialpädagogen, Erziehern und anderen pädagogischen Fachkräften. Die Anregung für die Neueinstellungen kam vom Praxisbeirat Grundschulen, dem hauptsächlich Schulleiter und Mitarbeiter der Schulverwaltung angehören.

„In unserem Bezirk profitieren 81 Grundschulen mit je nach Schülerzahl und -zusammensetzung einer Viertelstelle bis zu eineinhalb Stellen“, sagt die Leiterin des für den Hochtaunus- und Wetteraukreis zuständigen Schulamts Rosemarie zur Heiden. Das entspricht 90 Prozent aller Grundschulen in den beiden Landkreisen. Ein Kriterium für die Zuteilung ist der Anteil der Kinder mit Förderbedarf. „Als Modellregion Inklusion profitierten wir besonders von der Stellenzuweisung“, sagt zur Heiden. Insgesamt handele es sich in ihrem Bezirk um 42,25 Stellen an Grundschulen, wobei man davon ausgehen könne, dass sich die Stellen etwa hälftig auf die beiden Kreise verteilen. Zur Heiden betont, dass die sozialpädagogischen Fachkräfte „absolut zusätzlich“ seien und keinesfalls Lehrer ersetzen: „Das ist eine große Hilfestellung.“ Für die weiterführenden Schulen stünden 24,5 Stellen zur Verfügung, verteilt auf 38 allgemeinbildende und 9 berufliche Schulen. Während an den Grundschulen viele Erzieher eingestellt worden seien, suche man für die weiterführenden Schulen nur Sozialpädagogen. „Wir konnten bereits zwei Drittel aller Stellen an den Grundschulen besetzen. Es freut mich sehr, dass es so gut gelaufen ist“, sagt zur Heiden. Für die weiterführenden Schulen liefen die Ausschreibungen nun an; Ziel sei, die Stellen in diesem Halbjahr zu besetzen. Bei der Einsetzung der neuen Mitarbeiter seien die Schulen frei: „Sie legen selbst ein Konzept fest.“ rie

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