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Steuerungsgruppe legt los

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Ideen für die Erhaltung des dörflichen Lebens und den Ausbau der Infrastruktur: Die Steuerungsgruppe Dorfentwicklung hat ihre Arbeit aufgenommen. © Red

Schmitten. Die Steuerungsgruppe Dorfentwicklung hat am Montagabend im Kurhaus Ochs mit ihrer Arbeit begonnen. Im Juli ist Schmitten vom Hessischen Umweltministerium in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Bis 2028 kann die Kommune Fördermöglichkeiten nutzen, um die Lebensqualität zu verbessern.

»Der Trend zum Leben auf dem Land spricht absolut für uns hier in Schmitten, wir haben viele Themen, denn es geht darum, Lebensorte lebendig zu erhalten und weiterzuentwickeln«, erklärte Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU). Dazu brauche es Hilfe von den Bürgern. Erstes Gremium ist die Steuerungsgruppe. Sie wird, unterstützt von einem Fachbüro, bis Ende des Jahres als Gesamtstrategie das »integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK)« erarbeiten, bevor es in Umsetzungs- und Förderphase geht. Ihr gehören neben der Bürgermeisterin aktuell elf Einheimische und Neubürger aus sechs Ortsteilen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Hintergründen an.

Einige von ihnen sind auch in politischen Gruppierungen engagiert, aber Krügers betonte: »Die Steuerungsgruppe ist unpolitisch.« Aus Arnoldshain arbeitet Brigitta Brüning-Bibo (b-now) mit, aus Brombach Irene Hubertz (Grüne), aus Hunoldstal Städteplaner Arthur Jansen, aus Niederreifenberg Hartmut Müller (CDU) und Walter Liewald (UBB), aus Oberreifenberg Rainer Pietschmann (b-now) und aus Schmitten Angelika Melzer (CDU), Armin Stabel und Heinz Barth. Dazukommen Diana Müller-Frotz und Anja Dürringer von der Sozialraumerkundung der Caritas. Krügers wünscht sich, dass in der Gruppe auch aus Dorfweil, Seelenberg und Treisberg noch sachkundige Bürger mitarbeiten. Begleitet wird die Steuerungsgruppe zudem von Dr. Klaus Erdle, Sebastian Holtz und Nadine Schnitzer vom Amt für den ländlichen Raum des Hochtaunuskreises. Holtz grenzte das nur auf kommunale Vorhaben bezogene Dorfentwicklungsprogramm gegen das parallel laufende Regionalentwicklungsprogramm LEADER ab.

Erhalt dörflicher Lebensstrukturen

Ziel der Dorfentwicklung sei der Erhalt dörflicher Lebensformen und baulicher Strukturen. Als Themen nannte er die demografische Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, städtebauliche Entwicklung und Wohnen sowie Daseinsvorsorge, Basis-Infrastruktur und Grundversorgung. Denkbare Projekte seien ein Mehrgenerationenhaus, ein Jugendraum, Spiel- und Freiflächen oder der Umbau eines Bürgerhauses.

Die Steuerungsgruppe soll den gesamten Prozess begleiten. Ihre Mitglieder sollen Multiplikatoren der Bevölkerung sein und dem Fachbüro Input geben. Und sie sollen nach Bestandsaufnahme, Stärken- und Schwächenanalyse und der Formulierung von Zielen eine Priorisierung der Vorhaben vornehmen. Für diese ist dann ein Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplan zu erstellen.

Erst, wenn Projekte klar definiert sind, kommen weitere Bürger in Arbeitsgruppen mit ins Boot. »Eine zu frühe weitere Bürgerbeteiligung ist nicht sinnvoll, Detailarbeit in der Konzeptphase ist eher von Nachteil«, so Holtz. Krügers hofft, dass sich viele einbringen, wenn es um Dinge geht wie die Aufwertung des Ortsbildes, Verbesserung der Wohnqualität, sanften Tourismus, Mobilität, das Schaffen von Begegnungsorten oder die Förderung des Ehrenamtes.

Erste Aufgabe der Steuerungsgruppe ist die Auswahl des Fachbüros. Die beiden vorliegenden Angebote werden bewertet und darüber wird dann wiederum die Gemeindevertretung abstimmen. In der nächsten Sitzung wird die Steuerungsgruppe einen Sprecher bestimmen.

Auch Privatleute können profitieren

Wichtig ist Holtz und der Bürgermeisterin, dass auch Privatleute von der Dorfentwicklung profitieren können und für die Sanierung von Einzelkulturdenkmalen ab sofort Förderanträge stellen können. Ansprechpartner hierfür ist das Amt für den ländlichen Raum, Sebastian Holtz, (0 61 72) 9 99 61 64, oder per E-Mail unter sebastian.holtz@hochtauuskreis.de.

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