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Stress im Ehrenamt verhindern

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Entspannung im Home-Office: Zwischen zwei Terminen liest Heike Landes in ihrem Lieblingsbuch. © Andreas Romahn

Grävenwiesbach (aro). Nach fast zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie bleibt das Thema Stress weit oben auf der Tagesordnung. Betroffen sind nicht nur das Berufs- und Familienleben, sondern auch bei der freiwilligen Hilfe nehmen die Belastungen aufgrund der Pandemie extrem zu. Wie lässt sich Stress im Ehrenamt verhindern?

Business-& Personalcoach Heike Landes aus Grävenwiesbach bietet in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen- Agentur Usinger Land Ende September für Ehrenamtliche ein Online-Seminar zum Thema »Burnout durch Mehrfachbelastung« an.

Die Inhaberin von SAMS-Coaching in der Ottfried-Preußler Str. 21 in Grävenwiesbach hilft ihren Klienten mit Hilfe von Coaching zu lernen, Stress abzubauen. »Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was sie alles mit sich tragen«, erläuterte Landes die erste Aufgabe des Klienten. Sie m üssen verstehen lernen, in welchen Rollen als Mutter, Tochter, Unternehmerin oder Lebenspartnerin sie von anderen gefordert werden. Die Anmeldung zum Online-Webinar erfolgt über die Freiwilligen Agentur Usinger Land e.V. und beinhaltet Folgetermine. Den Ehrenamtlichen stellt Landes die Frage, welche Rollen sie ausfüllen müssen und welche sie freiwillig übernehmen. Unterschieden wird zwischen Energiequellen, das sind jene Rollen, mit denen Befriedigung, Erfüllung, Freude und Stolz verbunden wird, sowie Energieräuber, also jene Aufgaben, die Unwohlsein, Müdigkeit oder Zeitverlust herbeiführen. Erst nach erfolgreicher Stressdiagnose ist es möglich, etwas zu verändern. Im körperlichen Bereich erfolgt die Veränderung durch Bewegung, gesunden Schlaf oder das Einhalten von Ruhephasen. Im Bereich des Verstandes geht es um die richtige Zeiteinteilung oder die Beurteilung einer richtigen Entscheidung. Schließlich sorgt die Emotion dafür, die Einstellung zu bestimmten Dingen zu ermitteln, neue innere Antriebe zu reflektieren oder sich der eigenen Werte (Was ist mir wichtig?) zu versichern. Zur Stressminderung ist es wichtig, sich zu schützen, abzugrenzen und zu ermitteln, was möglich ist. Zur Verhinderung eines »Burnout« ist gerade dieser Schritt notwendig, weil Körperreflexe wie Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen ignoriert werden.

Ein gesunder Egoismus des Ehrenamtlichen ist notwendig, denn Helfen gelingt nur jenem, der seine eigenen Grenzen kennt und sie nicht überschreitet. Lösungsorientiertes Coaching zeigt auf, dass eine Veränderung immer möglich ist, so dass es einem besser geht.

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