Das Symbol für industrielle Massenvernichtung

Das Konzentrationslager Auschwitz I bestand aus Auschwitz, also dem Stammlager, dem Vernichtungslager Birkenau und dem Konzentrationslager Monowitz sowie 50 weiteren Außenlagern.

Das Konzentrationslager Auschwitz I bestand aus Auschwitz, also dem Stammlager, dem Vernichtungslager Birkenau und dem Konzentrationslager Monowitz sowie 50 weiteren Außenlagern. Der Lagerkomplex befand sich im vom Deutschen Reich annektierten Teil von Polen.

Die SS betrieb das Lager von 1940 bis 1945. Die europaweit gefangen genommenen Menschen wurden per Bahn nach Auschwitz transportiert. Etwa 90 Prozent der Gefangenen waren Juden. Die Herkunftsländer waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich auf 1,1 bis 1,5 Millionen. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee den Lagerkomplex.

Außer verschiedenen Mahnmalen befindet sich auf dem Gelände der Hauptlager Auschwitz I und Auschwitz II heute eine polnische Gedenkstätte: das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, in dem auch historisch geforscht wird.

Seit dem 27. Juni 2007 trägt das Museumsgelände als Unesco-Weltkulturerbe die Bezeichnung Auschwitz-Birkenau – deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager. Auschwitz ist zum Symbol für die industrielle Ermordung von Menschen geworden.

Ein Teil der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen fand bei den Auschwitzprozessen in Frankfurt statt. Verhandelt wurde im Römer und im Haus Gallus.

(red)

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