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Mit vielen Federn und wenig Textilien verliehen die Tänzer dem Frühlingsball der Lions mehr als nur eine brasilianische Note.

Lions Club Königstein

Tanze Samba und tue Gutes

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Zum dritten Mal bereits hatte der Lions Club Königstein zu seinem Frühlingsball ins Falkenstein Grand Kempinski eingeladen. Einmal mehr eine gute Gelegenheit, das Angenehme mit dem Hilfreichen zu verbinden. Denn einmal mehr geht der Reinerlös an karitativ tätige Einrichtungen in der Kurstadt.

Mit Samba-Rhythmen und Capoeira dem Frühjahr entgegen tanzen – die Königsteiner Lions hatten ihrem jüngsten Frühlingsball eine besonders „heiße“ Note gegeben und damit ganz offenbar den Geschmack ihrer rund 150 Gäste im Ascara-Festsaal des Falkenstein Grand Kempinski getroffen.

„Die haben den Saal so richtig aufgemischt“, schwärmte Heinz Alter noch gestern im Gespräch mit der TZ von den Botschaftern brasilianischer Lebensfreude, die ihren schwungvollen Teil dazu betrugen, dass die Ballnacht so richtig „rauschte“. Früh morgens um vier Uhr, so Alter, hätten die letzten Besucher sich auf den Heimweg gemacht. Einen besseren Beweis dafür, dass es den Leuten gefallen hat, hätte man Heinz Alter und seinen 40 Mitstreitern im Lions Club kaum liefern können.

Für die Kurstadt-Löwen war es zugleich der verdiente Lohn für eine Menge Arbeit, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten in die Organisation „ihres“ Frühlingsballs gesteckt hatten. „Seit dem vergangenen Sommer haben wir darauf hingearbeitet – in den letzten vier Monaten dann besonders intensiv“, fasst Kevin Devine, derzeit amtierender Präsident des Clubs, in Worte, was allein schon die umfangreiche Festschrift erahnen lässt, die die Lions aufgelegt haben.

„Gut gebrüllt, Löwen!“, kann man da nur sagen, wenn man das 40 Seiten starke Heft durchblättert und da nicht nur eine Vielzahl lukrativer Sponsoren entdeckt, sondern auch ein gutes Stück „Königsteiner Leben“. Unter dem Schlagwort „Wir fördern Initiative“ geben die Lions nicht nur den eigenen Projekten Raum, sondern auch den in der Stadt ansässigen Vereinen und Hilfsorganisationen – vom „Freundeskreis Asyl“ bis zur „Initiative Stolpersteine“.

Genau das nämlich sei nach Auskunft ihres „Chefs“ ein ganz besonderes Anliegen der Lions: „Wir wollen uns nicht selbst beweihräuchern, sondern unsere Möglichkeiten nutzen, um auf die vielen in der Stadt ehrenamtlich engagierten Menschen hinzuweisen und für deren Arbeit zu werben.“ Wie überhaupt der „Frühlingsball“ der Lions ganz bewusst kein Ball von Lions für Lions, sondern für alle Königsteiner sei. Devine: „Wir sehen und begreifen uns als Teil dieser Stadt, wollen uns einbringen und unseren Beitrag zum Leben in Königstein beisteuern.“

Neben der Plattform in der Festschrift hatten die Lions auch bei der dritten Auflage ihres Frühlingsballs zwei Vereine ganz besonders in den Fokus gerückt. In diesem Jahr fiel die Wahl dabei auf den Verein „Herzen für eine Neue Welt“, der sich seit 18 Jahren in Peru engagiert, sowie die „Kinderhilfe Königstein & Hochtaunuskreis“. Letztere wurde 1988 ins Leben gerufen, um, nach eigener Zielvorgabe, „diskret und wirksam die Kinderarmut“ zu bekämpfen.

Dass es die auch im vermeintlich so wohlhabenden Königstein gibt und Hilfe dringend Not tut, darauf wiesen Mirjam Wagner und Eva Sattler von der „Kinderhilfe“ vor den versammelten Gästen des Balles mit eben solchem Nachdruck hin, wie es Gerhard Benner und Claudia Jeckel von den „Herzen für eine Neue Welt“ mit Blick auf die Kinder in Peru taten. So wie beide Vereine sich bei den Lions die Bühne teilten, um ihre Arbeit vorzustellen, so werden sich beide auch den Reinerlös des Abends hälftig teilen dürfen.

(sj)

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