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Diese Passanten sind nicht mehr im Kindergartenalter. Bis in der Taunushalle Drei- bis Sechsjährige betreut werden können, dauert es noch ein paar Monate. 

Neues Kindergartenjahr hat begonnen

Taunushallen-Kita wird später fertig

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Am 1. August hat das neue Kindergartenjahr begonnen. Zwar ist der Bedarf an Betreuungsplätzen laut Stadt aktuell gedeckt, gleichwohl müssen in den kommenden Monaten zusätzliche Kapazitäten her. Ein Projekt stockt allerdings.

Oberursel – Zwei zusätzliche Kindergartengruppen sollten in diesem Sommer in der Taunushalle in Oberstedten ihren Betrieb aufnehmen. Doch bis die 46 Betreuungsplätze als "Außenstelle" der benachbarten VzF-Kita Oberstedten zur Verfügung stehen, dauert es noch. "Die Arbeiten ruhen seit Mai", sagt Erster Stadtrat und Sozialdezernent Christof Fink (Grüne) im Gespräch mit dieser Zeitung.

Zur Erinnerung: Die Kommunalpolitik hatte Ende vergangenen Jahres beschlossen, die ehemalige Gaststätte in der Taunushalle zu Kita-Zwecken umbauen zu lassen, um dort Drei- bis Sechsjährige betreuen zu können.

Doch gemacht wurde bislang laut Fink nur das, was ohne Baugenehmigung möglich war. Diese liegt nämlich noch nicht vor. Doch VzF-Geschäftsführer Bernd Hruby zeigt sich auf Anfrage dieser Zeitung optimistisch: "Wir sind kurz davor, die Genehmigung zu bekommen." Wie er erklärt, war man zunächst davon ausgegangen, keinen Bauantrag stellen zu müsse, da "nur geringe Veränderungen" geplant seien. "Doch dann stellte sich heraus, dass doch ein Bauantrag gestellt werden musste", erläutert Hruby.

In Bezug auf den weiteren Zeitplan sagt er: "Wir hoffen, dass wir bis November fertig sind. Dann legen wir sofort los." Erzieherinnen für die zusätzlichen Gruppen hat der VzF bereits gefunden. Sie sind derzeit in anderen Einrichtungen des Trägers beschäftigt.

Oberursel: Familien ziehen zu

Auch wenn die Plätze in der Taunushalle erst später als gedacht zur Verfügung stehen, haben zum Start des Kindergartenjahres - dieses hat am gestrigen 1. August offiziell begonnen - laut Verwaltung alle Kinder einen Betreuungsplatz, für die ein solcher gefragt war. Das gilt für unter Dreijährige, für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter sowie für Hortkinder. Nach derzeitigen Berechnungen der Verwaltung werden aber in der zweiten Hälfte des Kindergartenjahres, sprich in der ersten Hälfte 2020, Plätze in Krippen und Kitas fehlen.

Wie sieht es in den einzelnen Betreuungsformen aus?

Krippen:Die Deckungsquote liegt zu Beginn des Kindergartenjahres bei 64 Prozent der Ein- bis Dreijährigen. Werden Kinder unter einem Jahr dazugezählt, die von Tagesmüttern oder -vätern aufgenommen werden, beträgt die Quote 45 Prozent. Für Kleinkinder in Oberursel gibt es etwa 400 Betreuungsplätze in Krippen und 149 bei den sogenannten Tagespflegepersonen. Im kommenden Jahr fehlen nach aktueller Rechnung 64 Plätze. Grundsätzlich gilt: Die Zahlen ändern sich schnell, zum Beispiel durch Zu- und Wegzüge.

Kindergartenplätze:Für Drei- bis Sechsjährige gibt es offiziell mehr als 1700 Betreuungsplätze. Weil darin aber auch Kinder eingerechnet werden, die die Eingangsstufe besuchen, und weil für Integrationskinder mit einem erhöhten Betreuungsbedarf gerechnet wird, liegt die Zahl der tatsächlich zu belegenden Plätze darunter. Je nach Rechenart schwankt in der Folge die Deckungsquote zwischen 88 und 96 Prozent. Die Rechnung weist für die kommenden Monate zwar "nur" 147 fehlende Plätze aus, Fink geht aber von 150 bis 200 aus. Hintergrund: Einige Wohnbauprojekte werden abgeschlossen, was bedeutet, dass Zuzug von Familien zu erwarten ist. So mahnt der Sozialdezernent denn auch, bei künftiger Flächenplanung auch an Flächen für Gemeinbedarfseinrichtungen wie Kitas und Schulen zu denken.

Schulkindbetreuung:Für Schulkinder gibt es für die Zeiten außerhalb des Unterrichts 730 Plätze in Betreuungszentren und 410 in Horten. Die Deckungsquote liegt bei 69 Prozent. Laut Fink haben alle angemeldeten Kinder einen Platz bekommen - jedoch nicht immer die Wunschzeiten.

Vor den Ferien hatte die Politik noch die Einrichtung einer dritten Hortgruppe in Weißkirchen beschlossen. Der Bedarf steigt, einen Rechtsanspruch wie für Kita-Plätze gibt es zwar noch nicht, ist aber in der bundespolitischen Diskussion. Nach Ansicht von Fink sollte der Weg Richtung "Pakt für den Ganztag", bislang "Pakt für den Nachmittag", gehen - ein Landesprogramm, das Schulen bei der Entwicklung zur Ganztagsschule unterstützt.

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