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Die Informationstafel auf dem Feldberggipfel wird demnächst erneuert. Der Wegemarkierer des Frankfurter Taunusklub-Stammklubs, Wolfgang Rinner, zeigt die vorgesehenen Änderungen auf der Karte.

Der Weg zum Jubiläum

Taunusklub erinnert mit besonderer Aktion an seine Gründung anno 1868

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Der Taunus hat auch in vergangenen Jahrhunderten schon eine große Faszination auf die Wanderer in der Region ausgeübt. Eine Gruppe Frankfurter hat aus ihrer Leidenschaft einen Verein gemacht – den Taunusklub. Das ist jetzt fast 150 Jahre her. Die Strecke, die damals zum Feldberggipfel führte, bekommt jetzt ihr eigenes Sigel.

Dick lag der Schnee auf dem Großen Feldberg, und eisig blies der Wind. Dennoch trotzten 27 Frankfurter Herren der Kälte und machten sich am 5. Januar 1868 auf den Weg, um an diesem denkwürdigen Tag auf dem höchsten Taunusgipfel einen Verein aus der Taufe zu heben: Der Taunusklub ward geboren.

„Nächstes Jahr ist der Verein dann 150 Jahre alt – ein Jubiläum, das wir mit vielen Veranstaltungen feiern wollen“, verspricht Gerhard Uhl, Vorsitzender des Taunusklub- Stammklubs, des ältesten von Wanderern gegründeten Wandervereins Deutschlands.

Die Vorbereitungen zu den geplanten Jubiläumsaktivitäten brauchen Zeit. Und deshalb hat der Taunusklub schon 2016 mit den ersten Schritten begonnen, zum Beispiel mit der Ausweisung des Jubiläumsweges. Die gewählte Strecke soll dem ersten Aufstieg der Frankfurter Taunusklub-Gründer zum Feldberggipfel entsprechen.

Nun gibt es zwar keine schriftlichen Aufzeichnungen über die Route der Gründerväter vom 5. Januar 1868. Doch die Tauniden sind sich dennoch einig über den mutmaßlichen Streckenverlauf (siehe „ZUM THEMA“). Ihn testete Wolfgang Rinner, Leiter der Frankfurter Wegemarkierer, zunächst in Begleitung von Uwe Hartmann vom Naturpark Hochtaunus und Wolf Jäger vom Taunusklub Köppern. Sie ließen den Weg erstmals in eine Wanderkarte eintragen, und kürzlich waren dann alle Wanderfreunde eingeladen, besagter Route auf den Feldberg zu folgen.

Ein Dutzend Wanderer versammelten sich um Gerhard Uhl an der U-Bahn-Haltestelle Hohemark – dort, wo auch das Taunus-Informationszentrum (TIZ) zu allerhand Freizeitaktivitäten in den Taunus lockt. Die Gruppe brach zeitig zu ihrer rund dreistündigen Tour auf – ein wenig früher als eine zweite, die, von Wolfgang Rinner angeführt, ebenfalls den Feldberggipfel zum Ziel hatte. Allerdings nahm diese rund doppelt so große Wandertruppe eine kürzere Strecke, so dass alle Frankfurter etwa gleichzeitig auf dem Feldberg ankamen und sich beim gemeinsamen Mittagessen über ihre jeweiligen Wanderungen austauschen konnten.

Nun liegt’s an den Wegemarkierern des Taunusklub-Stammklubs, den Jubiläumsweg kenntlich zu machen. Bisherige Wanderzeichen auf bereits markierten Wegen – bislang nutzt der Taunusklub 25 verschiedene Symbole – sollen erhalten bleiben, um Irritationen vorzubeugen. Bei der Neumarkierung sollen daher die bisherigen Wanderzeichen nur einen Hinweis auf den Jubiläumsweg erhalten.

Dazu ist laut Gerhard Uhl ledig-lich wärmeres Wetter nötig, damit die Wegemarkierer loslegen können. Dann bekommt die Strecke übrigens auch noch vier Informationstafeln. „Die Bauanträge sind bereits gestellt“, bekräftigt der Vorsitzende. Die Karten auf den Tafeln verraten Wanderern am TIZ und auf dem Feldbergplateau sowie an den Abzweigungen des Jubiläumsweges am Altkönig und am Fuchstanz sodann den gesamten Streckenverlauf.

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