Tausche Wald gegen Burghain: Stadt will Falkensteiner „Stammland“ zurück

Wer in diesen Tagen durch die Wälder im Westen des Taunus spaziert, bekommt immer noch einen guten Eindruck von dem verheerenden Schaden, den ein Sturm in der Nacht zum 1.

Wer in diesen Tagen durch die Wälder im Westen des Taunus spaziert, bekommt immer noch einen guten Eindruck von dem verheerenden Schaden, den ein Sturm in der Nacht zum 1. August vergangenen Jahres in der Region angerichtet hatte. Vielerorts liegen noch entwurzelte Bäume, haben die Forstarbeiter alle Hände voll zu tun. Da macht der Falkensteiner Burghain keine Ausnahme. Allein, hier sollten die Bäume, die teilweise auch den „3BurgenWeg“ blockierten, liegenbleiben. Zum Leidwesen der Wanderer, aber zum Wohl des Waldes. So zumindest die Vorgabe des Landes Hessen. Die nämlich ist bislang Eigentümerin des Burghains und hat Hessen-Forst dazu angehalten, im Dienste der Renaturierung das „Aufräumen“ abseits der Hauptwege zu unterlassen. Und ein Hauptweg war und wird der „3BurgenWeg“ wohl auch nicht mehr. Dennoch könnte er doch in absehbarer Zeit wieder freigeräumt werden. Ein Geländetausch, der am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Stadtparlaments steht, soll es möglich machen. Im Tausch gegen den Burghain sollen Waldflächen zwischen Altkönig und Falkenstein Hessen-Forst übereignet werden. So lautet ein Beschlussvorschlag des Magistrats.

Wenn das Geschäft abgeschlossen ist – voraussichtlich Anfang kommenden Jahres – hat die Stadt Königstein dann die Möglichkeit, die Wege zu räumen und den Wald nach und nach sozusagen „aufzuräumen“. Interessantes Detail: Damit wird dann wieder der Hessen-Forst beauftragt, weil er das notwendige Gerät dafür hat – nur arbeitet er dann unter den Maßgaben der Stadt.

Bürgermeister Leonhard Helm (CDU), so heißt es dazu in einer Mitteilung der Stadtverwaltung, freut sich, dass mit dem Burghain ein Stück Falkensteiner „Stammland“ an die Stadt fällt. sj

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