"British Club of the Taunus"

"The Queen talked with us"

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Das erhoffte Foto mit sich und Elizabeth II. bekamen sie nicht, dafür konnten die beiden Frauen Ihrer Majestät vom bald 50 Jahre währenden englisch-deutschen Miteinander im Taunus berichten.

Die Queen war in Zeitverzug. Von dem sicherlich länger geplanten Besuch in der Paulskirche blieben der Monarchin am Donnerstagnachmittag nur mehr 18 Minuten, jedenfalls im Zeitverständnis von Frances Pelles und Heike Wolf. Dennoch gelang es den beiden Vorsitzenden des „British Club of the Taunus“, im Gedränge der vielen Ehrengäste eineinhalb Minuten mit der englischen Königin zu sprechen, bevor Elizabeth II. weiter zum Mittagessen eilte.

Die „badge“ mit dem rot-blauen Union Jack am Revers von Vize-Präsidentin Heike Wolf war es, die die Aufmerksamkeit zunächst von Bundespräsident Joachim Gauck und hernach der Queen erregte. Geistesgegenwärtig erläuterte die Schwalbacherin in akzentfreiem Englisch, dass dies das Abzeichen des „British Club of the Taunus“ sei. „Mein Leben lang bewundere ich diese Frau. Bei ihrem Thronjubiläum habe ich ein Dinner gegeben und der Queen geschrieben – ich habe sogar Antwort aus dem Buckingham Palace bekommen“, schwärmt die 41-Jährige. Das Pflichtbewusstsein der Monarchin und ihre jahrelange Hingabe sind es, die Heike Wolf imponieren.

Nun ergriff Frances Pelles das Wort – die gebürtige Nordirin mit britischem Pass lebt seit 1994 in Deutschland, ist im Usinger Land zu Hause und Präsidentin des Clubs. Bereits im April hatte sie sich um Ehrenplätze beim Queen-Besuch beworben und diese bekommen. Nun erläuterte sie der Regentin, dass der Club aus dem Taunus seit bald 50 Jahren besteht, 180 Familien vereint und somit schon lange das englisch-deutsche Miteinander in der Rhein-Main-Region fördert (siehe INFO). „Die Queen nickte und schien interessiert“, erinnert sich die 65-Jährige.

Eineinhalb Minuten habe Elizabeth II. mit ihnen gesprochen, schätzen die Damen. „Sie ging weiter – und dann drehte sie sich noch einmal um und sagte: ,It must be wonderful when you all come together‘ (es ist bestimmt wundervoll, wenn Sie zusammenkommen)“, berichtet Pelles begeistert.

Dann habe sie die Monarchin, die nächstes Jahr 90 wird, noch in den Taunus eingeladen, um den Geburtstag hier gemeinsam mit den members des „British Clubs“ zu feiern. „She smiled and moved on (sie lächelte und ging weiter)“, erzählt Pelles beseelt. Sie findet die Queen „extraordinary“ (außergewöhnlich“); „eine Frau, die für den Typ Frau im Club inspirierend sei. 30 Zentimeter – so nah standen die beiden Damen aus dem Taunus an der englischen Königin, nachdem sie in der Paulskirche eine Stunde auf diese gewartet hatten. „Es war wundervoll. Wir hätten ihr die Hand schütteln können – aber wir durften nicht.“ Ebenso war verboten, Fotos von der Regentin zu machen. Ein Bild mit ihnen und der Queen – „das hätten wir natürlich sehr gern gehabt“, ergänzt Wolf.

Frances Pelles wird einen Dankesbrief an die Queen schreiben und sie erneut für nächstes Jahr einladen – dann wird der „British Club of the Taunus“ 50 Jahre alt.

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