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Zum Thema: Hier bekommen Betroffene Hilfe

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Das Oberurseler Frauenhaus wird vom Verein Frauen helfen Frauen Hochtaunuskreis in freier Trägerschaft unterhalten. Es wurde 1985 gegründet; 2012 wurde ein Neubau bezogen.

Das Oberurseler Frauenhaus wird vom Verein Frauen helfen Frauen Hochtaunuskreis in freier Trägerschaft unterhalten. Es wurde 1985 gegründet; 2012 wurde ein Neubau bezogen. Dass die Oberurselerin Anneliese Reinhardt den Verein mit einer Erbschaft bedachte, machte den Bau möglich. 21 Plätze für Frauen und deren Kinder stehen dort zur Verfügung. Für Notaufnahmen gibt es eine weitere Schlafcouch. Fünf Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Hilfesuchenden.

Wurden in der Vergangenheit jährlich etwa 80 Frauen und Kinder pro Jahr im Haus untergebracht, so sind es mittlerweile nur noch 40 bis 50. Laut Jahresbericht des Vereins haben im vergangenen Jahr 46 Frauen und 23 Kinder die Hilfe der Einrichtung in Anspruch genommen. Die meisten Misshandler seien die Ehemänner beziehungsweise Lebensgefährten gewesen, heißt es im Bericht.

Doch die sinkenden Zahlen liegen mitnichten daran, dass der Bedarf gesunken wäre, sondern an der Schwierigkeit, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wie kürzlich berichtet, sollen die Frauen daher nun dazu angehalten werden, nicht nur in Oberursel, sondern auch in anderen Kommunen – zum Beispiel im Usinger Land – nach Wohnungen zu suchen.

Frauen, die unter sexueller, physischer oder psychischer Gewalt leiden, erreichen das Frauenhaus jederzeit unter Telefon (0 61 71) 5 16 00. Die Beratungsstelle des Vereins Frauen helfen Frauen, Telefon (0 61 71) 5 17 68, ist in der Oberhöchstadter Straße 3 zu finden. Informationen gibt es auch auf im Internet.

Im Hochtaunuskreis gibt es noch ein zweites Frauenhaus: Die Arbeiterwohlfahrt betreibt eine Einrichtung mit 16 Plätzen in Bad Homburg. Kontakt ist unter Telefon (0 61 72) 96 74 00 möglich. Ist dort niemand erreichbar, wird eine Notfallnummer angesagt. she

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