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Tierheim-Neubau wird konkreter

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Hochtaunuskreis (red). Das arg in die Jahre gekommene Oberurseler Tierheim bedarf dringend einer Generalüberholung - da dürfte es zumindest bei allen, die ein Herz für Tiere haben, keine zwei Meinungen geben. Einzig bei der Frage, wer die Runderneuerung wie bewerkstelligt und bezahlt, gab es zuletzt noch Klärungsbedarf. Der ist jetzt gestillt. Wie die Stadt mitteilt, wird der Bau & Service Oberursel (BSO) die Projektsteuerung für das Projekt übernehmen, dessen Schwerpunkt der Neubau des Eingangsgebäudes sein wird.

1964 errichtet, hat sich an dem Haus, in dem sich die Verwaltung, der Kleintierbereich und die Hundequarantäne befinden, bis heute kaum etwas verändert. Entsprechend lang ist mittlerweile die Mängelliste, die den Trägern des Tierasyls zunehmend Probleme bereitet. Angefangen beim undichten Dach, über Risse in den Außenwänden bis hin zu kaputten Kanälen, durch die das Schmutzwasser nach oben drückt. Zu retten ist da eigentlich nichts mehr.

Neue Infrastruktur für gesamte Anlage

Das sehen auch die Verantwortlichen des BSO so. Das Hauptgebäude des Tierheims sei in einem so schlechten Zustand, dass es niedergelegt werden müsse. An gleicher Stelle solle ein zweigeschossiges Zentralgebäude errichtet werden. Kreis, Kommunen und der Trägerverein Tierheim Hochtaunus finanzieren den Neubau, heißt es in der Mitteilung weiter.

Im Erdgeschoss sollen Hundequarantäne, Katzenpension, Kleintierbereich, Tierarztzimmer, Lager und Empfang entstehen. Im Obergeschoss sind Sozial- und Verwaltungsräume vorgesehen. Darüber hinaus ist auch die Infrastruktur für die gesamte Anlage neu zu gestalten. Dazu zählen Strom- und zentrale Wärmeversorgung wie auch der Hochwasserschutz. »Alles in allem ein komplexes Aufgabenpaket, das ein professionelles Projektmanagement erfordert«, betont Jens Uhlig, der neue Kämmerer der Stadt Oberursel und Dezernent für den BSO. Er fände es gut, so Uhlig weiter, »dass die Ingenieurinnen des BSO auch in diesem Projekt die Steuerung der Planung, der Baustelle und der Berichterstattung gegenüber dem Auftraggeber übernehmen«.

Thorsten Schorr, Erster Kreisbeigeordneter des Hochtaunuskreises, ergänzt: »Der Vertrag regelt präzise die Aufgaben der Projektsteuerung in den einzelnen Projektphasen und die Pflichten der Auftraggeber.« Die so geschaffenen Organisationsstrukturen in einem Umfeld mit zahlreichen beteiligten Interessengruppen sollten zu einer zügigen Projektumsetzung beitragen.

Kosten könnten siebenstellig sein

»Unmittelbar nach Vertragsunterzeichnung beginnen wir, die Bauvoranfrage zu stellen und parallel Bodengutachten zu beauftragen sowie den Energiebedarf der gesamten Anlage zu ermitteln«, erklärt Petra Holzwarth, Abteilungsleiterin für das Immobilienmanagement des BSO.

Zwar wird in der Mitteilung noch nichts zum erwarteten Kostenrahmen gesagt. Im Gespräch mit unserer Zeitung jedoch hatten die Verantwortlichen des Trägervereins Ende 2021 die Kosten allein für den Neubau des Hauptgebäudes auf rund 900 000 Euro, vielleicht sogar eine Million Euro geschätzt. Und das seien nur die reinen Baukosten. Innenausbau und Ausstattung kämen noch dazu.

Das Tierheim hat zwar seinen Sitz in Oberursel. Das Asyl ist jedoch Anlaufstelle und Aufnahmestation für Tiere aus dem gesamten Hochtaunuskreis.

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