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Trauer um Andreas Korten

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Pastoralreferent Andreas Korten. © Andreas Seifert

Usingen. Mit tiefer Betroffenheit und großer Trauer haben in den vergangenen Tagen viele Menschen im Usinger Land die Nachricht vom Tod des Pastoralreferenten Andreas Korten aufgenommen. Der beliebte Seelsorger der katholischen Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land ist am Abend des Ostermontages im Alter von 61 Jahren völlig überraschend verstorben.

Noch kurz vor den Ostertagen hatte er in einem Pressegespräch von der Bereitstellung der beiden Pfarrwohnungen in Usingen für ukrainische Flüchtlingsfamilien berichtet. Mit Ehrenamtlichen aus der Pfarrei wollte er auch weiterhin dieses Hilfsprojekt begleiten. Und für den 7. Mai hatte Andreas Korten bereits einen Wandertag für Männer mit geistlichen Impulsen auf der Homepage der Pfarrei angekündigt.

Großartige Hilfsbereitschaft

Sein großartiges Engagement und seine Hilfsbereitschaft zeigten sich innerhalb der Pfarrei auf ganz vielfältige Weise. Er bereitete Jugendliche auf das Sakrament der Firmung vor, unterstützte die Ortsausschüsse der einzelnen Kirchorte bei ihrer Arbeit, brachte sich in die Eine-Welt-Arbeit ein und begleitete Menschen als Seelsorger auf dem letzten Weg zur Beerdigung. Mit seiner Frau Monika und den drei Kindern trauern auch die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter der Pfarrei. Für sie und alle Gemeindemitglieder, die Rat und Hilfe suchten, stand Andreas Korten immer parat.

Eine treffende Formulierung hierzu hat Pfarrer Tobias Blechschmidt gefunden, der in einem als persönlich an den Verstorbenen gerichteten Nachruf auf der Homepage der Pfarrei schreibt: »Du wolltest nie der große Theologe sein. Dir war es viel wichtiger, für die Menschen da zu sein und sie zu begleiten. Das hat Dich so menschlich gemacht. Mit Deiner freundlichen, offenen und selbstlosen Art warst Du für die Menschen da. (...)«

Pastoralreferent Andreas Korten stammte aus Herne in Westfalen. Bereits als Jugendlicher hatte er sich dort als ehrenamtlicher Betreuer in die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit eingebracht. Nach seinem Theologie-Studium in Paderborn wechselte er 1989 zum Bistum Limburg und wurde dort als Betriebsseelsorger und Religionslehrer beschäftigt.

Im September 1991 nahm er seine Ausbildung zum Pastoralreferenten in Frankfurt-Höchst auf. Ins Usinger Land kam Andreas Korten im Jahre 1997. In der damals selbstständigen Pfarrei Kransberg/Wernborn unterstützte er die seelsorgerische Arbeit von Pfarrer Jürgen Paul in den beiden Pfarrgemeinden St. Pankratius und St. Johannes der Täufer. Außerdem unterrichtete er an der Saalburgschule und der Helmut-Schmidt-Schule in Usingen das Fach Religion.

Die ersten Jahre im Taunus wohnte Andreas Korten mit seiner Familie im Pfarrhaus in Kransberg. Nachdem klar war, dass er auch nach der Neuausrichtung der pastoralen Räume als Mitarbeiter im Usinger Land beschäftigt werden kann, wurde im Usinger Stadtteil Wernborn ein Eigenheim für die Familie errichtet.

25 Jahre im Usinger Land gewirkt

Nach Schaffung der neuen Großpfarrei 2014 hatte Andreas Korten sein Büro in das Neu-Anspacher Pfarrzentrum verlegt. Ein Vierteljahrhundert hat Andreas Korten im Usinger Land als Pastoralreferent gewirkt. Seine Spuren werden sicher noch viele Jahre in den Kirchorten sichtbar bleiben. Und die Menschen werden dankbar an die vielen Begegnungen und Gespräche mit ihm zurückdenken.

Die Trauerfeier für Andreas Korten findet am kommenden Donnerstag, 28. April, im engsten Familienkreis statt. Dennoch besteht die Möglichkeit für Trauergäste, im Anschluss an diese Feier auf dem Friedhof in Wernborn um 14.30 Uhr Abschied von dem Verstorbenen zu nehmen. Außerdem findet am Samstag, 30. April, um 16 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien Neu-Anspach ein Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen statt. Auf Wunsch der Angehörigen wird dieser Gottesdienst unter Berücksichtigung des Einhaltens der Mindestabstandsregeln abgehalten. Es besteht daher ein begrenztes Platzangebot.

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