1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Über zwei Hektar Wald in Flammen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_htk_waldbrand_phk_4c
Die Feuerwehrleute sind in schwierigem Gelände im Einsatz: Am Montagnachmittag brennt es unweit des bei Wanderern beliebten »Zacken«. © Red

Hochtaunuskreis. Bis zu drei Meter hoch schlugen die Flammen gen Himmel. Im Glashütter Waldgebiet brannten am Montagnachmittag mehr als zwei Hektar Fläche, sowohl abgeholztes Gelände als auch baumbestandenes Gebiet.

»Über 100 Feuerwehrkräfte aus dem ganzen Hochtaunuskreis sind im Einsatz«, berichtete Kreisbrandmeister Norbert Fischer am Montag gegen 15.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war im Bereich Unterer Zackenweg das Feuer schon unter Kontrolle. Im Bereich Oberer Zackenweg kämpften die Feuerwehrleute allerdings noch, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Eine Viertelstunde später konnte aber auch von dort oben gemeldet werden, dass der Brand unter Kontrolle war. Der Alarm war gegen 13.30 Uhr ausgelöst worden.

»Das Gelände ist sehr steil und unwegsam«, berichtete Fischer. Der Waldboden sei sehr trocken. Beides sorgte dafür, dass der Einsatz sehr anstrengend war, weshalb immer wieder Kräfte ausgetauscht werden mussten. Insgesamt waren schließlich 140 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch Mitglieder des Roten Kreuzes, die die abgekämpften Feuerwehrleute mit Wasser und Apfelsaftschorle versorgten.

Zahlreiche wasserführende Feuerwehrautos brachten in einem sogenannten Ringverkehr immer neues Löschwasser zur Einsatzstelle. Der Glashüttener Gemeindebrandinspektor Hendrik Helfmann leitete den Einsatz, unterstützt von der technischen Einsatzleitung des Hochtaunuskreises. Diese war am Parkplatz Kittelhütte stationiert. Von hier wurden unter anderem Nachschub und Verpflegung für die Einsatzkräfte organisiert, Kreisbrandmeister Andreas Knippler hatte die technische Einsatzleitung, auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Lars Benndorf war an Ort und Stelle.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, galt es den Waldboden vollständig zu löschen. Das Feuer habe sich auch deshalb schnell ausgebreitet, weil in einigen Bereichen von Borkenkäfern befallene umgestürzte trockene Stämme lagen, erklärte Fischer. Der Förster sprach schließlich von 2,25 Hektar verbrannter Waldfläche. Gegen 18 Uhr war der Einsatz schließlich beendet.

Polizei ermittelt

Davon, dass die Polizei Ermittlungen aufnehmen wird, geht Fischer fest aus. Bereits seit drei bis vier Jahren brennt es immer wieder im Glashüttener Wald und in benachbarten Gebieten. Zu diesen Fällen laufen bereits polizeiliche Ermittlungen wegen Brandstiftung. Vor rund vier Wochen mussten die Feuerwehren zu kleineren Bodenbränden von 200 bis 300 Quadratmeter in den Wald bei Glashütten ausrücken. Auch im Bereich »Sandplacken« hat der Waldboden erst kürzlich gebrannt. Menschen kamen bisher glücklicherweise nicht zu Schaden.

Auch interessant

Kommentare