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Unter Tränen verabschiedet

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Ein Erinnerungsfoto an eine schöne Zeit: Ricarda Groh, Bergkristallkönigin Emma Holzlehner, Dr. Christoph Holzbach, Anja Semmelbauer, Bürgermeister Steffen Wernard, Stadtrat Dieter Fritz, Landtagsabgeordneter Holger Bellino, Karin Zwermann und Ursula Konder. © jung

Anja Semmelbauer gibt Amt als Wernborner Rosenkönigin ab - Ort aber nicht ohne blaues Blut

Wernborn -Die schlechte Nachricht zuerst: Anja Semmelbauer hat ihr Amt als Wernborner Rosenkönigin abgegeben und es wird vorerst keine neue Hoheit mehr geben. Die gute Nachricht: Emma Holzlehner ist die von Ricarda Groh ausgelobte Bergkristallkönigin. Und so ist Wernborn doch nicht ganz ohne blaues Blut.

Beim Rosenfest am Sonntag an der Eichkopfhalle ließ die scheidende Hoheit ihre Amtszeit noch einmal Revue passieren und dankte allen, die ihr bei der Ausübung so wunderbar unter die Arme gegriffen hatten. Allen voran natürlich dem Ehepaar Karl und Karin Zwermann, die sie auf viele ihrer offiziellen Termine gefahren und begleitet haben.

2018 wurde sie in ihr Amt gewählt, und es sollte eigentlich auch nur ein Jahr währen. Doch dann kam Corona und wirbelte alles durcheinander. Gerne erinnerte sich Semmelbauer an den Empfang in Wiesbaden beim damaligen Landesvater Volker Bouffier (CDU). "Das war auch der letzte Empfang dieser Art vor Corona." Als dann im Januar 2021 ihr Mentor Karl Zwermann starb, riss dies eine große Lücke.

Viele fleißige

Hände

Inzwischen steht Semmelbauer dem Obst- und Gartenbauverein vor und kündigte die Marschrichtung an. Das Projekt des Rosendorfes soll weiter ausgebaut werden und die vielen Rosen des Dorfes gehegt und gepflegt werden. Auch die Streuobstwiesen im Stadtteil wandern in den Fokus der Aufmerksamkeit.

Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) dankte der scheidenden Hoheit für ihr großes Engagement, mit dem sie über die Grenzen hinaus Werbung für Usingen gemacht habe. Die Stadt habe zwar die Kosten für die Rosenbüsche und Stöcke übernommen, doch die ehrenamtliche Arbeit von vielen fleißigen Händen habe erst die Auszeichnung Wernborns als Rosendorf möglich gemacht. "Ich träume davon, dass nicht nur Wernborn Rosendorf bleibt, sondern auch Usingen als Rosenstadt Bekanntheit erlangen wird", so der Verwaltungschef.

Viele Ehrengäste waren erschienen und wurden von Semmelbauer mit Dankesworten sowie Blumen und Wein gewürdigt. So war Ortsvorsteher Heiko Selzer als Lieferant von Buttons mit von der Partie. Ricarda Groh hatte für den Schmuck der Hoheit gesorgt und Ursula Konder die Autogrammkarten entworfen. Peter Zinke und seiner Lebensgefährtin Erika dankte sie ebenfalls für deren große Unterstützung.

Lampenfieber

vor dem Auftritt

Bei so vielen Dankesworten kämpfte die im schmucken Kleid mit Rosendruck gewandete Vorsitzende auch mit dem einen oder anderen Tränchen. Doch sie sei zuversichtlich, dass der Weg weitergeht, sagte sie. Das versicherten ihr auch Weggefährten und es gab viel Applaus.

Dann ging es langsam zum gemütlichen Teil des Festes über. Die Minis des KCA Wernborn hatten einen wunderschönen Auftritt und zeigten mit viel Elan ihre Tänze, die sich mit Liebe und Frieden beschäftigten.

Entsprechend waren auch ihre T-Shirts gestaltet. Die Kinder sind zwischen sieben und acht Jahre alt und kommen aus Wernborn, Eschbach und Kransberg. Dominique Hoffmann und Jennifer Heinrich trainieren die Nachwuchstalente seit Ostern. "Wir hoffen natürlich darauf, dass wir wieder Fasching feiern können", sagte Hoffmann, die mit ihren Worten den Tänzern das Lampenfieber vor dem Auftritt nahm.

Auch der Musikzug Wernborn Usinger Land kam mit großer Besetzung zum Rosenfest. "Das ist ja ein Heimspiel für uns", stellte Vorsitzender Bernd Fabri fest. Mitgebracht hatten sie volkstümliche Musik mit vielen Instrumenten. "Da ist für jeden Geschmack etwas dabei", war er überzeugt.

Es gab außerdem eine Pinnwand, auf der Fragen an den Obst- und Gartenbauverein gestellt werden konnten. Vereinsvorsitzende Karin Zwermann hatte zudem Pflanzen mitgebracht, die selbst in die Töpfe eingesetzt werden konnten.

Außerdem gab es Informationen über Bienen und Honig sowie einen Stand der Wernborner Künstlerin Ursula Konder, die den neuesten Trend, See-Kunst, aufgegriffen hat. "Das ist Urlaubsgefühl und deshalb kommt es an", erklärte sie dazu.

Das Wetter meinte es gut mit dem Rosenfest: Strahlend blauer Himmel und kaum ein Wölkchen zu sehen. Es zeigte sich allerdings, dass es deshalb für viele zu heiß war, weshalb der Besuch üppiger hätte ausfallen können.

Weil Wernborn Rosendorf ist, hat der Obst- und Gartenbauverein (OGV) des Stadtteils regelmäßig Kontakt zu anderen Rosenstädten und -dörfern. Seit vielen Jahren besteht so sehr guter Kontakt zum Rosendorf Löhndorf, da dort bereits seit vielen Jahren mit EM - Effektiven Mikroorganismen - zur Verbesserung des Bodens und gegen Bodenmüdigkeit gearbeitet wird, wie OGV-Pressesprecherin Karin Zwermann berichtet.

Jetzt waren die Gartenfreunde aus dem Kreis Ahrweiler zu Gast in Wernborn, und zur Hauptblütezeit der Rosen zeigte sich das Dorf in einem wahren Blütenmeer, wie Zwermann stolz sagt.

Der OGV-Vorstand mit seiner Vorsitzenden Anja Semmelbauer begrüßte die Rosenfreunde Löhndorf mit ihrem Vorsitzenden Torsten Richter zunächst im Rosengarten von Zwermann, führte diese durch das Dorf und zeigte ihnen die mit vielen Rosen bepflanzten Beete sowie den Rosengarten, der zurzeit neu gestaltet wird. Jetzt soll ein Treffen im Rosendorf Löhndorf folgen. red

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