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Unterstützung des Nachwuchses steht im Zentrum

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Grävenwiesbach (aro). In der Sitzung des Jugend-, Sozial-, Kultur-, und Sportausschuss (JSKSA) am Montagabend im Bürgerhaus stand die Hilfe für den Nachwuchs in der Gemeinde im Mittelpunkt.

Wiesbachtal-Schulleiter Jan Drumla und der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, Francisco Pujol, berichteten vom Start des neuen Netzwerkes »Grävenwiesbach hilft«. Anfang April hatte sich das Netzwerk ehrenamtlicher Hilfe mit Vertretern aller Ortsteile, aus beiden Kirchen, den Kindergartenleitungen, sowie Schulelternbeirat und Jugendförderverein konstituiert, um Geflüchteten aus der Ukraine unbürokratisch, schnelle, Unterstützung zu gewähren.

Synergieeffekte und Kontakte sollen genutzt, Angebote kanalisiert, sowie Anfragen gebündelt und effiziente Hilfe sichergestellt werden. Das Netzwerk hat im Internet unter wiesbachschule.de/graevenwiesbach-hilft eine Plattform errichtet. Pujol ergänzte, dass aktuell die Unterstützung mit Sach- und Dienstleistungen im Mittelpunkt stehe sowie die Förderung von Begegnungen der 42 ukrainischen Geflüchteten, die derzeit in der Gemeinde gemeldet seien. Die Wohnungssuche und -vermittlung bzw. die Beurteilung von zur Verfügung gestelltem Wohnraum bleibe in der Verantwortung der Gemeinde. »Wir freuen uns über die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde«, sagte Drumla.

Spielsachen werden gesucht

Zu der beim ersten Treffen vereinbartem Geschäftsgrundlage gehört die Hilfe für alle geflüchteten Menschen - nicht nur für jene aus der Ukraine. Pujol lobte die Kirchen, die sich um einen Gesprächs-Treffpunkt kümmerten, das Jugendhaus, das bereits als Treffpunkt für Hausaufgabenhilfe im Blick ist, und vier Dolmetscherinnen, die ehrenamtlich für Verständigung sorgten. Das von Drumla schon vor Jahren initiierte Integrationsprojekt einer Hausaufgabenhilfe am Nachmittag stehe bereits jetzt den zurzeit sechs ukrainischen Grundschulkindern zur Verfügung. Auf der Homepage wird die zweisprachige Seite »Suche - Biete« stark frequentiert und wurden bereits Kinderwagen, Fahrräder oder Möbel verteilt. Aktuell stehen Spielsachen, auch für draußen, auf der Suchliste.

Sportcoach Andreas Romahn berichtete über das Förderprogramm »Sport integriert Hessen«, an dem die Gemeinde teilnimmt. Hierbei werden Geflüchteten, Menschen mit Migrationshintergrund sowie benachteiligten Personen Sportangebote zur Integration und sozialen Teilhabe gemacht.

Frühbetreuung beginnt um 7 Uhr

Kurzfristig war das Thema der Frühbetreuung an der Wiesbachschule auf die Tagesordnung gesetzt worden. Einmütig stimmte der JSKS dem Vorschlag des Gemeindevorstandes zu, den Start der Betreuungszeiten in allen Modulen von 7.30 Uhr auf 7 Uhr vorzuverlegen. Einigkeit herrschte, dass die Inanspruchnahme der Betreuung immer noch von der Pandemie geprägt sei, aber mit 60 Anmeldungen für das neue Schuljahr 2022/2023 werde die Notwendigkeit der Erweiterung des Angebotes deutlich. Über die Kostenverteilung wird letztlich der Haupt- und Finanzausschuss beraten und entscheiden

Schließlich erörterte der Ausschuss einen Antrag der CDU-Fraktion zur Einführung eines Ferienpasses, mit dem Kinder und Jugendliche vom ersten bis zehnten Schuljahr eine vergünstigte Nutzung von Freizeiteinrichtungen der Region während der hessischen Sommerferien erhalten sollen. Aufgrund der Corona-Pandemie habe die Gemeindeverwaltung von den umliegenden Freizeiteinrichtungen nur teilweise positive Rückmeldungen erhalten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Tobias Stahl warb dafür, auf jeden Fall die umliegenden Freibäder noch einmal zu kontaktieren. Als Kooperationspartner kommen bisher die Lochmühle, Schloss Braunfels und der Kellerpark Wehrheim sowie in Frankfurt das Senckenberg-Museum und das Experiminta Science Center infrage. Am Ferienpass für Schüler bis zum zehnten Schuljahr könnten 530 Kinder und Jugendliche teilnehmen, während bis zum fünften Schuljahr 262 Ferienkinder vom Angebot profitieren würden.

Ferienpass in der Testphase

Der JSKSA empfahl daraufhin, den Ferienpass für Kinder und Jugendliche vom ersten bis zum zehnten Schuljahr für eine Testphase in den diesjährigen Sommerferien einzuführen. Als Nachweis soll für alle Ferienpass-Erwerber ein kleiner Pass ohne Schutzgebühr erstellt werden.

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