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Unwissenheit schützt vor Strafe

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Neu-Anspach. Für die Abfallbeseitigung gibt es Auflagen, Müll und Unrat in die entsprechenden Tonnen zu werfen. Doch diese Anweisung wird nicht immer befolgt. Dieses Fehlverhalten ist nicht nur umweltschädlich, sondern ruft auch immer wieder Verärgerung hervor - so auch vor dem Schwimmbad in Neu Anspach.

Dort landete mehrfach der Müll im falschen Containern. Beschwerden darüber gab es bereits im März 2020. Noch mehr Unmut über die Falschsortierung gab es im August desselben Jahres. Da wurden unter dem Papiermüll Küchen- und sonstiger Restmüll »vergraben«. Eine genauere Inaugenscheinnahme dieser Müllentsorgung, die auch fotografisch dokumentiert wurde, deutete darauf, dass die vorgefundenen Abfälle aus dem anliegenden Lokal stammten.

Deshalb erging gegen den Lokalbetreiber ein Bußgeldbescheid in Höhe von 200 Euro. Dagegen hatte der Beschuldigte Einspruch eingelegt, wodurch nun vor Gericht verhandelt wurde.

Der Verhandlungsausgang ist schnell erzählt: Das Verfahren wurde eingestellt, der Beschuldigte muss also kein Ordnungsgeld zahlen. Laut Aussagen des Beschuldigten sowie des Verteidigers stammt nur ein geringer Teil der falsch entsorgten Abfälle aus dem Lokal. Falsch entsorgt wurde der Müll, so konnte die Richterin nun erfahren, von einem jungen »Zeitweisebediensteten«. Der hatte laut Angaben des Wirtes erst drei Tage zuvor die Arbeit bei ihm begonnen und sich noch nicht mit der richtigen Entsorgung befasst.

Keine neuen Beschwerden

»Ich habe den Müll unwissentlich falsch entsorgt«, sagte der 24-jährige damaliger Helfer, der nun eine andere Berufsausbildung angetreten hat. Und: Seit dem angezeigten Vorfall und dem folgenden Bußgeldbescheid gab es an der erwähnten Entsorgungsstelle keine neuen Beschwerden.

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