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Gegen die Nordost-Umgehung sind 245 Einwendungen eingegangen. Ein Ende ist damit nicht absehbar. Hessen Mobil rechnet mit Planänderungen.

Streit in Usingen

Stark umstritten - Gegen die Nordost-Umgehung sind 245 Beschwerden eingegangen

Gegen die Nordost-Umgehung sind 245 Einwendungen eingegangen. Ein Ende ist damit nicht absehbar. Hessen Mobil rechnet mit Planänderungen.

Usingen - Dass die Nordost-Umgehung nicht bei allen auf Gegenliebe stößt, ist bereits bekannt. Über den aktuellen Sachstand berichtete nun Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung und zuvor im Bauausschuss. Ein Ende, so viel zeigte der Sachstand auf, ist derzeit wohl noch nicht so richtig in Sicht. „Es sind 245 Einwendungen eingegangen“, sagte der Bürgermeister. 

Und jede müsse einzeln von Hessen Mobil bearbeitet werden. „Das wird voraussichtlich im Spätsommer abgeschlossen sein“, so Wernard. Diese Erwiderungen gingen dann an das Regierungspräsidium (RP). Parallel dazu müsse aufgrund einer Gesetzesänderung auch ein Beitrag zur Wasserrahmenrichtlinie erstellt und in die Planfeststellungsunterlagen integriert werden. Das sei aber schon am Laufen. 

Usinger Nordost-Umgehung - Planänderungen möglich

Nach den Erwiderungen werde das RP die Unterlagen prüfen und eventuell Ergänzungen vornehmen. Bei der Vielzahl der Einwendungen sei davon auszugehen, dass es einen weiteren Erörterungstermin geben werde. Nach zwei bis drei Monaten rechnet Hessen Mobil seinerseits mit einer Erwiderung, die eventuell Planänderungen zur Folge haben können. 

Und weil es so viele Unwägbarkeiten gebe, „kann ein Termin zum Planfeststellungsbeschluss derzeit nicht genannt werden“, so Wernard abschließend. Ein ganz anderes Thema sind die Erzieher in Usingen. Sie werden derzeit auf dem Stellenmarkt noch immer händeringend gesucht. Die Stadt hat unter anderem mit Plakaten um neue Fachkräfte geworben, sich parallel aber auch entschieden, Anreize zu schaffen, um die Ausbildung zu fördern. 

Insgesamt drei Stipendien vergibt die Stadt, was konkret einen Zuschuss von 300 Euro im zweiten Ausbildungsabschnitt, der die Ausbildungsjahre drei und vier umfasst, bedeutet. Zwei Stipendien hat der Magistrat nun bewilligt, ein drittes ist noch offen. Auch die Schülerbetreuung an der Astrid-Lindgren-Schule kam zur Sprache. 

Astrid-Lindgren-Schule: Betreuungsplätze werden auf 150 erhöht

Im vergangenen Jahr wurden 130 Kinder betreut, allerdings habe es 143 Bewerbungen gegeben. Deshalb habe die Stadt mit dem Kreis vereinbart, die Anzahl der Betreuungsplätze auf 150 zu erhöhen. Das wiederum bedeuten für den Haushalt insgesamt Mehrkosten von 67 500 Euro. Parallel dazu habe die Stadt nun die Vereinbarung zum Bau der Zweifeld-Sporthalle unterzeichnet.

Damit kann der Hochtaunuskreis nun als Eigentümer in die konkreten Planungen einsteigen. Das wiederum geht, wie bereits berichtet, mit dem Abriss der Stadthalle einher. Wernard betonte, dass die Stadt sehr daran interessiert sei, dass die Astrid-Lindgren-Schule den Pakt für den Nachmittag eingehe, anstelle dass zusätzliche Betreuungsgruppen für die Schüler geschaffen werden müssten. 

Wernard hoffe, dass dieses Thema, das nun bereits seit längerem von der Stadt angesprochen wird, nach der Sommerpause zu einer Entscheidung finde. Für die Feuerwehren aus Kransberg (40 000 Euro) und Wernborn (60 500 Euro) sind Bewilligungsbescheid für neue Fahrzeuge vom Land eingetroffen. Nun werden Abstimmungsgespräche geführt.

Von Tatjana Seibt

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