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23.000 Euro für die neue Treppe - gerechtfertigt?

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Wird der Eingang zur Jahrtausendhalle in Oberreifenberg barrierefrei ausgebaut? Die Diskussion geht in die nächste Runde.

Nachdem die Gemeindevertretung den Antrag des UBB, den Eingang zur Jahrtausendhalle barrierefrei umzubauen, in den Ausschuss verwiesen hatte, beschäftigten sich am Montag die Baupolitiker damit. Der UBB hatte bekanntlich beantragt, 20 000 Euro dafür bereitzustellen. Das wollte die große Koalition so nicht einfach durchwinken. Diese Summe würde nämlich fast den gesamten Vorhaltebetrag für Unterhaltung und Instandsetzungsarbeiten aller Dorfgemeinschafts- und Bürgerhäuser ausmachen.

Laut Simon Goik (CDU) ist die Sanierung der oberen Treppe und des Podestes mit 10 000 Euro kalkuliert. Die Mehrkosten für einen barrierefreien Ausbau seien mit zusätzlichen 13 000 Euro veranschlagt. „Das sollten wir uns vielleicht vor Ort einmal anschauen und prüfen, ob es andere Möglichkeiten gibt“, so Goik.

Peter Bös (UBB) ging hingegen davon aus, dass für 23 000 Euro die Treppe sogar bis ganz hinunter zum Kraftraum neu gemacht werden könnte. „Ist uns Barrierefreiheit diesen Betrag wert?“, stellte er in den Raum. Seines Wissens habe die schrittweise Sanierung in den vergangenen Jahren immer gut funktioniert, und laut Kämmerer seien auch für den Weiterbau 20 000 bis 25 000 Euro im Haushalt eingestellt. Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) teilte mit, dass die Gemeinde in den Vorjahren jeweils 10 000 Euro für Material zur Verfügung gestellt habe. Er machte noch einmal deutlich, dass die von Bös angeführten 25 000 Euro für unvorhersehbare dringende Arbeiten für alle gemeindlichen Gebäude gedacht seien und sagte: „Die Gemeindevertretung muss entscheiden, ob sie für die Jahrtausendhalle außerplanmäßig 23 000Euro ausgeben will.“

Oswin Herr (FWG) fand den UBB-Antrag zwar gut, stimmte aber Goik zu, sich die Gegebenheiten vor Ort genauer anzuschauen. Bei der Bürgerehrung habe sich ihm gezeigt, dass die Treppe in einem sehr schlechten Zustand sei und Handlungsbedarf bestehe. Mit seinem FWG-Kollegen Dr. Wolfgang Pitzner war er sich einig, erst das ganze Ausmaß der Arbeiten zu ermitteln. Auch Volker Lehwalder (FWG) war dagegen, in einem Schnellschuss außerplanmäßige Ausgaben zu beschließen. „Wir sollten das von A bis Z sauber durchrechnen für den nächsten Haushalt, diese Zeit sollten wir haben.“ Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU) hielt den Eingang zur Jahrtausendhalle für sehr gefährlich und führte als Musterbeispiel Hunoldstal an, wo ein stufenfreier Eingang komplett über Spenden und Eigenhilfe gebaut worden war.

Nach einstimmigem Beschluss soll die nächste Bauausschusssitzung am 6. Juni in der Jahrtausendhalle stattfinden und dabei auch der Zustand der Treppenanlage und des Eingangs begutachtet werden.

(evk)

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