Leben direkt am Weiltalweg

Auf 3333 Quadratmetern entstehen 24 Wohnungen

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24 Wohnungen wird die Schmittener „Weiltal-Residenz“ am Ortsausgang nach Niederreifenberg haben. Wohnen sollen dort ab Frühsommer 2018 Senioren, aber auch jüngere Menschen.

Die Idee ist schon ein paar Jahre alt, und die Baugenehmigung wurde auch schon 2015 erteilt. Gestern nun wurde auf dem an den Rewe-Markt anschließenden, ehemaligen Heco-Areal endlich offiziell mit dem Bau der neuen „Weiltal-Residenz“ begonnen.

Zum Auftakt griffen für die Bad Hersfelder d+d-Projektgesellschaft Mitinhaber und Architekt Volker Dietz, Projektarchitektin Anett Buchwald, Bauleiter Lars Fester, für die in Schmitten beheimateten Rohbauunternehmer Michael und Claudia Müller sowie Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) symbolisch zum Spaten. Auf dem ulkiger Weise exakt 3333 Quadratmeter großen Grundstück werden 24 Eigentumswohnungen entstehen, jeweils sechs in jedem der vier U-förmig angeordneten, mit einem Innenhof verbundenen Baukörper.

Gebaut wird ausschließlich barrierefrei, erläutert Bauherrenvertreter Volker Dietz. Alle Türen sind breit genug für Rollstühle, abgesehen von den Treppen zwischen den Etagen wird es in dem Komplex keine einzige Stufe geben, auch nicht zu den Balkonen, über die alle Wohnungen verfügen werden. In jedem der vier Baukörper wird es einen „sprechenden“ Fahrstuhl geben, der akustische, aber auch optische Hinweise auf die jeweilige Etage gibt. Weitere Orientierungshilfen, etwa für Sehbehinderte, sollen das Leben in der „Weiltal-Residenz“ noch leichter machen.

Zielgruppe für das Sechs-Millionen-Euro-Projekt sind nicht nur Senioren, sondern generell Menschen, die durch Unfall oder Krankheit gehandicapt sind. Sie alle sollen sich in ihren eigenen oder auch angemieteten Wänden so lange selbst versorgen können, wie sie es körperlich hinbekommen, unabhängig vom Alter. Denkbar ist für Dietz auch, dass „Best Ager“ hier eigenen Wohnraum schaffen, aus dem sie im Alter dann nicht mehr ausziehen müssen. Es könnte hier also eine Art Mehrgenerationenhaus entstehen.

Bürgermeister Kinkel betonte die gute Lage des Objekts. Das der Wohnanlage vorgelagerte Ladenzentrum mit Supermarkt, Getränkemarkt, Drogerie, Bäckerei und Apotheke liege für den Zweck ideal. Ein direkter Anschluss an den Weiltalweg ermöglicht kürzere oder längere Spaziergänge, je nach Fitness, mit und ohne Rollator. Betreutes Wohnen, so Dietz, sei zwar vorgesehen, es gebe aber keinen festen Dienstleister: „Jeder Bewohner soll entscheiden können, von wem ihm geholfen wird.“

Auf jeweils drei Etagen entstehen Wohnungen zwischen 74 und 110 Quadratmetern. Die Gesamtwohnfläche beträgt 2050 Quadratmeter. Das Konzept, den Bewohnern möglichst lange ein selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen, sieht unter anderem vor, dass jede Wohnung einen Hauswirtschaftsraum hat, die Bewohner also zum Waschen nicht in den Keller müssen. Das ginge auch gar nicht, denn bis auf den Technikraum wird der Komplex nicht unterkellert sein. Die in konventioneller Bauweise errichtete und dem Energiestandard Kfw70 entsprechende Anlage soll zum 2. Quartal 2018 bezugsfertig sein, Verkaufsbeginn ist im Juni.

(as)

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