Abo-Wind geht auf Nummer sicher

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ABO Wind will mehr Rechtssicherheit und lässt prüfen, ob die in Teilen der Bevölkerung umstrittenen Windparks Schmitten und Geisenheim umweltverträglich sind.

Für die geplanten Windparks am Pferdskopf und in Geisenheim im Rheingau strebt der Projektentwickler ABO Wind nun förmliche Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) an. „Wir versprechen uns davon eine verbesserte Rechtssicherheit und nehmen einen Zeitverlust in Kauf“, erläutert Oliver Bieber, Abteilungsleiter für die Windkraftplanung in Hessen. Das Gesetz verlangt eine UVP für Vorhaben, die „erhebliche Auswirkungen haben können“.

In Geisenheim plant ABO Wind acht Anlagen vom Typ Nordex N117 à 2,4 Megawatt Nennleistung, in Schmitten eine Anlage vom Typ Nordex N117 mit 3 Megawatt Nennleistung. Für beide Projekte hat ABO Wind bereits vor längerer Zeit Anträge nach Bundes-Immissionsschutzgesetz gestellt. Sofern die Genehmigungsbehörde keine erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt sieht und auf eine UVP verzichtet, könnten Windkraftgegner die zu erwartende Genehmigung mit dem Argument beklagen, eine UVP wäre notwendig gewesen. Da beide Projekte im Fokus von Gegnern stehen, möchte ABO Wind dieses Risiko vermeiden und beantragt nun selbst das förmliche Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Der zusätzliche Aufwand ist laut ABO-Wind überschaubar, beansprucht wegen der Öffentlichkeitsbeteiligung aber mehr Zeit. Beim vereinfachten Verfahren muss die Genehmigungsbehörde innerhalb von drei Monaten ab vollständiger Einreichung der Unterlagen entscheiden. Beim förmlichen Verfahren hat sie sieben Monate Zeit. ABO Wind erwartet eine Genehmigung für beide Projekte ab Mitte 2016.

(evk )

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