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Die Kreuzung der L 3041 mit den Straßen ?An den Linden?, beziehungsweise Obernhainer Weg ist ein Unfallschwerpunkt. Wehrheims Bürgermeister bringt die Überlegung ins Spiel, dass ein Kreisel an der Kreuzung die Verkehrssituation entschärfen könnte.

Lärmschutz in Wehrheim

Ärger über Lärm-Votum: FDP-Vize Sven Carstens kritisiert CDU und SPD

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In Sachen Lärmschutz an der L 3041 ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Auch wenn das Parlament den FDP-Antrag vergangene Woche kassiert hat, gibt es Redebedarf. Der stellvertretende FDP-Chef Sven Carstens kritisiert dabei vor allem die CDU – und das mit sehr harschen Worten.

Das ablehnende Votum von SPD und Grünen ist das eine – die Art und Weise das andere. Nach der Ablehnung eines Antrags der Freidemokraten, den Lärmschutz für die Saalburgsiedlung durch zu pflanzende Bäume zu verbessern, hat sich der stellvertretende FDP-Chef Sven Carstens zu Wort gemeldet.

Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Union, beziehungsweise gegen Sebastian Sommer, Vorsitzender der Jungen Union (JU) der die Ablehnung für die CDU begründet hatte und dabei sinngemäß behauptet habe, dass (Straßen-)Lärm eben zum Leben dazugehöre.

„Diese interessante Aussage von Sebastian Sommer hat mich aufhorchen lassen, zeigt sie doch völlige Gleichgültigkeit gegenüber den vom Lärm betroffenen Bürgern“, kritisiert Carstens, der seine eigenen Schlüsse zieht. Das bedeute also: Wer in Wehrheim lebt, habe eben (Verkehrs-)Lärm hinzunehmen. „Offenbar ist Sebastian Sommer nicht einmal ansatzweise bewusst, welche gesundheitlichen Auswirkungen Lärm hat, angefangen von Stressreaktionen bis hin zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, kritisiert Carstens und legt nach. „Oder es ist ihm egal? Beides ist schlimm. Wenn er ein so wichtiges Thema mit so einer Büttenrede im Gemeindeparlament abtut muss die Frage gestellt werden ob er dort richtig aufgehoben ist.“ Lärm beeinträchtige nachweislich die Lebensqualität, verweist Carstens auf Untersuchungen des Umweltbundesamtes, „aber wenn der Lärm eben auch dazugehört, dann muss man auch nichts dagegen unternehmen. So anscheinend die Logik der Mehrheit im Wehrheimer Gemeindeparlament.“

Carstens zieht dabei auch Parallelen zur Bundespolitik. „Es ist schließlich Konsens bei den Groko-Parteien, dass gewisse Begebenheiten in vielen Bereichen nun einfach dazugehören und hinzunehmen sind, auch wenn man etwas unternehmen könnte – wenn man wollte.“ Da verwundere es in seinen Augen auch nicht, dass Kuno Leist „von der Umfaller- und Bätschi-Partei SPD“ der CDU beispringt. „Man kann nur den Kopf schütteln“, bilanziert Carstens.

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