Alle müssen mit anpacken

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Der höchstgelegene Weihnachtsmarkt Hessens am Fuße des Großen Feldbergs in Oberreifenberg ist besonders stimmungsvoll. Die Schmittener Bauhofmitarbeiter stehen aber für den Auf- und Abbau der Hütten nicht mehr zur Verfügung.

Die Vorbereitungen für den großen Schmittener Weihnachtsmarkt am 12. und 13. Dezember gehen in die Endphase. „Heute geht es ans Eingemachte“, sagte Gerhard Heere bei der Abschlussbesprechung am Donnerstagabend in der Pizzeria Toni in direkter Nachbarschaft zum Pechberg in Oberreifenberg, wo der Markt wieder im Stil einer Waldweihnacht stattfindet. Der Geschäftsführer des Tourismus- und Kulturvereins Schmitten (TKV) und erfahrene Organisator des Schmittener Weihnachtsmarktes ahnte nicht, dass das, was seit dem letzten Treffen in trockenen Tüchern schien, erneut diskutiert würde.

Die Standbetreiber müssen nämlich in diesem Jahr ihre Hütten weitestgehend selbst auf- und abbauen, obwohl der neue Marktleiter, Walter Liewald vom Vorstandsquartett des Vereinsrings Reifenberg, eine Gruppe von freiwilligen Helfern zur Unterstützung zusammengestellt hat. Julia Krügers signalisierte, dass der CDU-Ortsverein an allen Tagen genügend helfende Mitglieder habe, die ebenfalls an den anderen Ständen mit anpacken könnten. Den Aufbau meinten alle Teilnehmer bewältigen zu können. Doch welcher Berufstätige kann am Montag um 9 Uhr zum Abbauen auf der Matte stehen? Die Kosten für bezahlte Helfer wollten die Teilnehmer auch nicht übernehmen und erklärten sich bereit, montags um 14 Uhr, spätestens um 16 Uhr ihre Hütten abzubauen.

Ansonsten bleibt das meiste bei Altbewährtem: Vereine, Institutionen, private Gruppen und Gewerbetreibende warten mit gut aufeinander abgestimmten Angeboten auf – kunsthandwerkliche Arbeiten, Spielwaren, Bastel- und Handarbeiten sowie eine reiche Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Der Glühwein wird einen Mindestpreis von 2 Euro haben. Besondere Anziehungspunkte sollen wieder die Taunuskrippe, das Lagerfeuer und die Streicheltiere werden. An beiden Tagen stiefelt natürlich auch der Nikolaus herum

Wichtig ist den Teilnehmern, dass der Weihnachtsmarkt auch optimal beworben wird. An den Ortseingangsschildern in allen Ortsteilen soll darauf hingewiesen werden und in der Applauskurve. Weil der Eingangsbereich des Marktes im Vorjahr teilweise im Nebel versunken war, soll an der Siegfriedstraße eine zusätzliche Beleuchtung angebracht werden. In Anbetracht der Sparmaßnahmen der Gemeinde haben die Standbetreiber auch hier Eigeninitiative entwickelt: Krügers will kurzfristig die Aufmachung der Großplakate optimieren. Und zwei junge Leute werden Online-Aktivitäten entwickeln. Masanori Fujita, der mit seiner Familie japanische Spezialitäten anbietet, und Nicholas Schomberg, der schwedische Snacks und Getränke kredenzt, wollen eine eigene Website erstellen und die Veranstaltung über Facebook bekanntmachen.

Die Böller der Kanoniergesellschaft Oberreifenberg eröffnen am Samstag um 14 Uhr den Markt. Auf der Bühne folgt ab 15 Uhr adventliche Musik von Schülern der Grundschule Reifenberg. Um 16 Uhr kommt der Nikolaus. Ab 17 Uhr spielt der Posaunenchor Arnoldshain. Am Sonntag öffnet der Markt um 11 Uhr. Um 14 Uhr erzählt Walburga Kliem Adventsmärchen. Um 15 Uhr singt der gemischte Chor Chorona Reifenberg, um 16 Uhr erscheint der Nikolaus und um 16.30 Uhr erklingt adventliche Musik

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