Bürgerliste

„Es ist alles drin“

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Mit 37 Kandidaten zieht die neue Bürgerliste „b-now“ in den Wahlkampf. Spitzenkandidat ist Bernd Töpperwien, der auch zur Spitze der Windkraft-Initiative N.o.W. gehört.

Sehr optimistisch gehen die „neuen offenen Wähler“ in das Rennen um Parlamentssitze. 37 sind im kommenden März in der Stadtverordnetenversammlung zu besetzen, und 37 Kandidaten hat die „Bürgerliste Neue offene Wählergemeinschaft“ (b-now) auf ihrer am Samstag verabschiedeten Bürgerliste stehen.

Nicht, dass sie den anderen nichts mehr übrig lassen wollten, aber zwischen 5 und 30 Prozent ist alles drin, glaubt Bernd Töpperwien, Spitzenkandidat und Versammlungsleiter. Das entspricht bis zu zehn Stadtverordneten. Töpperwien brachte die Mitglieder und Kandidaten auf den aktuellen Stand der Mitgliederentwicklung: Die am 4. September mit 17 Personen gegründete Wählergemeinschaft hatte am Versammlungstag genau 50 Mitglieder.

Die Versammlung fand im Saal des Gasthauses „Zur Linde“ statt und war den notwendigen Formalitäten, welche die Hessische Gemeindeordnung vorsieht, vorbehalten. Der Vorstand hatte die Liste vorbereitetet und bis auf vier entschuldigte Kandidaten waren alle übrigen anwesend und stellten sich der Versammlung der Listenreihenfolge nach vor.

Die Generationen der mittleren Lebensdekaden sind am stärksten vertreten, sie kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, einige junge Menschen sind dabei, aber auch einige mit viel Lebenserfahrung. Insgesamt finden sich zwölf Frauen auf der Liste, elf davon in der unteren Hälfte und eine unter den ersten zehn Plätzen.

Transparenz, Bürgerbeteiligung und Naturschutz waren die Stichworte, die in den kurzen Selbstvorstellungen der Kandidaten am häufigsten fielen, und die Hälfte der Kandidaten kommt aus der Neu-Anspacher Bürgerinitiative „Naturpark ohne Windräder“.

Spitzenkandidat ist Bernd Töpperwien, gefolgt von Vorstandsmitglied Christian Holm, und auf Platz drei folgt mit Till Kirberg schon ein junger Kandidat. Für Platz vier wurde Matthias Henninger vorgeschlagen, auf Platz fünf kommt ARS-Lehrer Thomas Roepke, und auf Platz sechs Ruheständler Klaus Golinski, der seit einiger Zeit intensiv die Gremienarbeit der amtierenden Stadtverordneten verfolgt und sich öffentlich gern mit Leserbriefen an die Presse wendet. Auf Platz sieben wurde Artur Otto gesetzt, der im Vorstand der Wählergemeinschaft Schriftführer ist und für die Versammlung auch die Formalitäten vorbereitet hatte.

Auf Platz acht folgt ein in der Kommunalpolitik außerordentlich erfahrener Kandidat: Wilhelm Deininger war jahrelang in der Stadtverordnetenversammlung als Parteiloser in der CDU-Fraktion aktiv und leitete den Haupt- und Finanzausschuss, hatte sich aber vor zehn Jahren, wie er sagte, aus der Politik zurückgezogen, weil er unter anderem gewisse Dinge nicht mittragen wollte.

Für Platz neun wurde N.o.W.-Aktivist Uwe Mügge vorgeschlagen und für Platz zehn Monika Henrici aus der Generation der Kindergarteneltern.

Anspacher aus alteingesessenen Familien sind unter den Kandidaten genauso zu finden wie Neubürger, die schon Jahrzehnte in der Kleeblattstadt leben. Allen gemeinsam ist, dass sie mindestens sechs Monate in der Kommune, in der sie sich wählen lassen wollen, wohnhaft sind.

Dies ist vorgeschrieben, und vorgeschrieben ist auch eine geheime Wahl, in der die Liste zu bestätigen ist. Änderungswünsche kamen aus der Versammlung nicht, und so wurde die Liste erwartungsgemäß einstimmig angenommen.

Vertrauensleute waren ebenfalls zu bestimmen. Vertrauensmann ist Joachim Maas, Stellvertreter Artur Otto, Ersatzpersonen sind Bernd Töpperwien und Uwe Mügge. Nachdem die Liste durch den Wahlleiter der Stadt angenommen ist, sind noch Unterstützerunterschriften notwendig, damit die Wählergemeinschaft zur Kommunalwahl am 6. März antreten darf. 75 sind erforderlich, 100 strebt die „b-now“ an.

Unter Verschiedenes gab Wilhelm Deininger erste Tipps: Man solle, bevor Dinge in der Stadtverordnetenversammlung entschieden werden, die Bürger einladen, um ihre Meinung einbeziehen zu können, war einer davon.

Eine Internetseite für laufende Informationen gibt es auch: .

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