Großeinsatz der Umweltpaten

Alles sauber auf dem Feldberg

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Der höchste Berg im Taunus könnte leicht zur Müllhalde von Ausflüglern aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet verkommen. Wären da nicht die Schmittener Umweltpaten.

„So viele Leute und so wenig Dreck“, freute sich Günter Schwemmlein als 41 ehrenamtliche Müllsammler am Plateau des Großen Feldbergs ankamen. Sie waren dem Aufruf der Umweltpaten Schmitten (Umpas) gefolgt, den Unrat an dem beliebten Ausflugsziel zu beseitigen. Ganz so viel war nicht zu tun. „Wenn der gröbste Müll weg ist, gehen wir an Zigarettenkippen und Kaugummis“, sagte Lothar Dreißigacker, der derzeit für Bündnis 90/die Grünen die Federführung der Umpas inne hat.

Ein hr-Fernsehteam interviewte Dr. Gudrun Urban, die Umweltpatin für das Feldbergplateau. Sie ist in der Saison mit einem halben Dutzend Freiwilligen alle 14 Tage unterwegs. Das ständige Eingreifen der Umpas scheint zu fruchten. „Es ist erstaunlich sauber hier“, meinte Schmittens Revierförster Axel Dreetz. Schwemmlein und Marco Kattwinkel statteten die Aktiven mit Warnwesten, Handschuhen und Müllsäcken sowie 20 neuen Greifzangen aus, die Willi Kinkel, der Vater von Schmittens Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG), gespendet hatte. Damit sammelten die aufmerksamen Umweltfreunde rund um den Feldberg alles auf, was da nicht hingehört.

Am Brunhildisfelsen waren Marc Löwenstein aus Arnoldshain und Eric Eckermann aus Niederreifenberg unterwegs. Die beiden ärgerten sich über viele Glasscherben, an denen man sich leicht schneiden könne.

Niklas Münch aus Oberreifenberg ist oft im Feldberggebiet unterwegs und machte sich gerne nützlich. Auch Mitglieder von „Wheels over Frankfurt“, die den Bikepark betreuen, beteiligten sich. Rund um die beiden Downhillstrecken sei es erstaunlich sauber gewesen, berichteten sie. Aber von der Nordbahn brachten sie zwei schwere Säcke mit. Einen alten Holzschlitten, wollten sie nicht den Berg hinauf schleppen und ließen ihn erstmal neben ihrer Strecke stehen.

Die Entsorgung der blauen Säcke übernahm Michèle Götz vom 4 x 4 Pickup Club Deutschland. Sie brachte eine Pritschenladung zum Bauhof der Gemeinde Schmitten. Abschließend lud Peter Stürtz vom Feldberghof zur Kartoffelsuppe ein. Den elf muslimischen Geflüchteten, die während des Ramadan tagsüber auf Essen und Trinken verzichten, gab er ihre Portionen für die Nacht mit. Den Kioskwirt vom Taunusklubturm baten die Umpas, künftig zum Kaffee verrottbare Holzstäbchen statt solche aus Plastik auszugeben.

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