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Geht es nach den Michelbachern, entsteht hinter dem Wendeplatz eine Multifunktionsfläche für den Nachwuchs zum Kicken und Spielen. Foto Seibt

Neue Attraktion

Angebote im Sportbereich sollen Michelbach für Nachwuchs interessant machen

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Michelbach trat in der Vergangenheit mit seinen Wünschen kaum in Erscheinung. Jetzt holen die Michelbacher in punkto Wunschliste für den Haushalt kräftig aus.

Die finanziellen Wünsche in Michelbach waren bislang eher bescheiden. Vieles haben die Einwohner selbst erledigt, kleinere Instandhaltungen zum Beispiel oder der Freischnitt von Hecken rund um eine Sitzbank. Nun zeigt sich aber spätestens seit dem Verkaufsangebot der Stadt von sechs Grundstücken am Ortsrand, dass Michelbach die Kaufinteressenten nicht wirklich anlockt. Das Problem ist vielschichtig.

Da ist zum einen die Lage, direkt an der Straße, Ortsausgang nach Bodenrod (Butzbach). Zum anderen hat sich der Ortsbeirat auch darüber Gedanken gemacht, was denn für potenzielle Kaufinteressenten – wozu auch junge Familien zählen – attraktiv sein könne. Neben dem Preis und der Michelbacher Gemeinschaft, wozu immerhin drei Vereine zählen, sieht es da aber schon düster aus. Denn was auch immer der Nachwuchs unternehmen will, es sei denn, er geht zur Feuerwehr, muss er den Ort verlassen. Folglich hat sich der Ortsbeirat überlegt, dass ein Multifunktionsplatz, ähnlich dem unterhalb der alten Stadthalle in Usingen, eine sinnvolle Investition wäre. Dafür gebe es mehrere Gründe. „Auf dem derzeitigen Bolzplatz sind die Fußballtore viel zu weit auseinander“, schilderte Ortsvorsteher Stefan Göldner (Unabhängige Bürger Michelbach, UBM) in der Ortsbeiratssitzung am Mittwochabend.

Zudem sei der ganze Platz auch noch in Schräglage. Spielen sei zwar möglich, aber eben alles nur unter suboptimalen Bedingungen. Und auch das Basketballspielen sei durch die Lage eher schwierig. Mit einem solchen Multifunktionsplatz, der eine Art „Tartanbahn“-Belag aufweist, geebnet ist und zudem die Flächen so gestaltet, dass neben den Kickern auch noch Platz für den bereits bestehenden Basketballplatz ist, wäre schon einmal viel gewonnen. „Wir haben uns innerhalb der UBM überlegt, ob nicht eine Fläche sinnvoll wäre, auf der man im Sommer Rollschuh laufen kann, und auf der anderen Seite die Fläche im Winter mit Wasser so auffüllt, dass dort eine Eisbahn zum Schlittschuhlaufen entsteht“, schilderte Göldner.

Das klang in den Ohren der Besucher richtig attraktiv. Und auch Bürgermeister Steffen Wernard (CDU), der an diesem Abend zu Gast war, vermutete, dass dann wohl auch Jugendliche aus anderen Stadtteilen angezogen würden. Damit wiederum hätten die Michelbacher kein Problem, solange der eigene Nachwuchs nicht immer die Heimat verlassen müsse.

Es blieb aber nicht nur bei dem Vorschlag, der Ortsbeirat hatte sich bereits ein Angebot für eine Art Kunstrasenplatz in der Größe von 13 mal 18 Metern eingeholt und Baukosten zwischen 10 000 und 12 000 Euro angegeben. In etwa die gleiche Summe werde es wohl noch für den Bau und einen Zaun kosten, schätzte der Ortsvorsteher. Eigenleistungen der Bürger seien von dem Betrag noch nicht abgezogen worden. Den neuen Platz beantragte der Ortsbeirat nun für 2019.

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