Auch SPD lehnt Brandholzspange strikt ab

  • vonAndreas Burger
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Die von Neu-Anspach ins Spiel gebrachte Brandholzspange trifft auch in Grävenwiesbach auf Kritik.

„Die Brandholzspange ist kontraproduktiv“, so klar formuliert es der SPD-Sprecher Rudolf Tillig. „Die vom Neu-Anspacher Bürgermeister angestoßene Diskussion um eine Verlängerung der Heisterbach-Umgehung Neu-Anspachs ist unnötig wie ein Kropf“ stellt der Fraktionsvorsitzende Tillig, fest.

Es könne sein, dass es in Neu-Anspach selbst wünschenswerte Effekte vom Bau gebe. Nur, so Tillig, die technischen Navigationshilfen, die sekunden- und metergenau die Strecken zwischen zwei Orten dem Nutzer vorschlagen würden, rechneten dann bald eine ganze andere Route aus. Der Verkehr aus und in Richtung der Frankfurter Region ins Usinger Land und in den Lahn-Dill-Kreis werde über diese neue Strecke geleitet.

Das hieße am Ende ein stark erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Ortschaften Wilhelmsdorf, Hundstadt und Heinzenberg.

„In Usingen wie in Grävenwiesbach hat man sich aber darauf verständigt, jeweils Ortsumgehungen der Bundesstraße B 456 zu favorisieren. Selbst wenn beide erst in einigen Jahren realisiert werden, stellten diese“, so Tillig, „eine effiziente dauerhafte Entlastung innerörtlichen Verkehrs dar – durch alle Ortsteile.“

Das Vor-Sich-Hin-Wurschteln einzelner Dorffürsten müsse endlich ein Ende haben. „Es gibt wichtige, gemeinsame Aufgaben im Usinger Land. Da sollten alle Rathäuser mal endlich besser zusammenarbeiten.“ Etwa durch ein beständiges Hinwirken auf einen Ausbau der Taunusbahnstrecke zu einer vollwertigen S-Bahn. Und eine Breitbandversorgung mittels Glasfaserverkabelung gehöre dazu ebenso wie eine Reform der Verwaltung über die Gemeindegrenzen hinweg.

„Aber auch da“, sagt Tillig, „sieht man meist nur Egoisten am Werke.“

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