Aufnahmestopp in der Jugendwehr

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Neben Einsätzen und Übungen haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Niederreifenberg den Anbau für die Gemeindekleiderkammer und neue Umkleiden fertiggestellt. Doch der Umbau am Gerätehaus geht weiter. Nachwuchssorgen kennt die Wehr nicht, für die Jugendwehr gibt es einen Aufnahmestopp.

„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“ ist das Motto der Freiwilligen Feuerwehr Niederreifenberg, deren Kameraden im Vorjahr in ihrer Freizeit 3472 Stunden für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr im Dienst der öffentlichen Sicherheit standen. Wehrführer Andreas Knippler, der auch als Kreisbrandmeister den Aktiven für ihr Engagement dankte, hat nach Vorschrift alles dokumentiert.

Die 23 Aktiven mussten im vergangenen Jahr extrem häufig, in der Hitzeperiode fast täglich, zu Wald- und Bodenfeuern ausrücken. Auch im Bereich der Notfalltüröffnung sei mit einem Anstieg von vier auf sieben Einsätze ein Negativtrend erkennbar gewesen. Im September unterstützten die Kameraden den Aufbau und die Einrichtung der Notunterkünfte für Flüchtlinge in Oberursel. Die Einsätze umfassten das gesamte Spektrum vom Verkehrsunfall bis zu umgestürzten Bäumen oder der brennenden Gartenhütte. Die Einsätze bei 27 Bränden und 37 Hilfeleistungen entsprachen einem Plus von 30 Prozent. Um für all das gerüstet zu sein, waren 1328 Ausbildungsstunden erforderlich und 820 Stunden für die Wartung von Geräten und Fahrzeugen.

Lob gab es vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Ingo Marx und von Bürgermeister Marcus Kinkel auch für 615 Stunden Eigenleistung beim Um- und Ausbau der Fahrzeughalle. In der Kleiderkammer lagert künftig die Einsatzkleidung für alle Wehren der Gemeinde Schmitten. Dank der neuen Umkleiden gelangen die Niederreifenberger Kameraden jetzt wie vorgeschrieben ohne Begegnungsverkehr von dort in die Einsatzfahrzeuge. In diesem Jahr sollen die restlichen Atemschutzgeräteträger mit neuer Brandschutzkleidung ausgerüstet werden. Der Umbau im und am Gerätehaus und die Umsetzung des Bedarfs- und Entwicklungsplanes gehen weiter. Ältere hydraulische Rettungsgeräte werden ausgetauscht.

Gemeinsam mit der Einsatzabteilung plant die Jugendwehr für dieses Jahr einen Tag der offenen Tür. Nicht ohne Stolz kündigte Marcel Schieler einen Aufnahmestopp für die Jugendwehr an und sagte: „Mehr als 20 geht nicht.“ Im Vorjahr waren es noch 19 und auch wenn die ersten Nachwuchsbrandbekämpfer, die Schieler seit 2009 ausgebildet hat, jetzt in die Einsatzabteilung wechseln, ist der Zustrom ungebrochen. Sechs Mädchen und Jungs haben im Vorjahr die Jugendflamme bestanden. Alle hatten mit Feuereifer an mehreren Übungen und am Berufsfeuerwehrtag teilgenommen, sich beim Weihnachtsmarkt engagiert und die Weihnachtsbäume eingesammelt. Für 2016 sind wieder viele Übungen und ein Erste-Hilfe-Kurs geplant.

Zur Finanzierung von Brandschutz und Jugendwehr und bei der Ausrichtung des Niederreifenberger Weihnachtsmarktes ist der Feuerwehrverein mit seinen 127 Mitgliedern unverzichtbar. Die 40. Kerb im Vorjahr war zugleich auch die letzte. „Sie soll durch drei kleinere Feste ersetzt werden“, teilte Vorsitzender Sascha Jäger mit. Kassenwart Rainer Herrmann legte nach zwölf Jahren aus persönlichen Gründen sein Amt nieder, zu seinem Nachfolger wurde Sven Knippler gewählt. Zum Ehrenmitglied wurde Walter Liewald ernannt, der 1971 in die Wehr eingetreten ist, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender war und bis heute in der Alters- und Ehrenabteilung und als Chronist aktiv ist. Befördert wurden Nicole Lichtnecker zur Feuerwehrfrau, Fabian Dinges zum Oberfeuerwehrmann und Jonas Hippe zum Hauptfeuerwehrmann.

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