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Kim Windhager (links) und Michelle Bauer unterschreiben ihre Ausbildungsverträge.

Ausbildungsvertrag: Start in ein neues Leben

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Zwei Abiturienten zieht es in die Rathäuser des Usinger Landes. Unter 37 Bewerbungen haben sie das Rennen gemacht und fangen im August 2018 an.

Zwei Abiturientinnen haben nun einen Lehrvertrag unterschrieben und damit den Grundstein für eine berufliche Zukunft gelegt. Es kommt natürlich darauf an, was Michelle Bauer und Kim Windhager aus ihrer Lehrzeit machen, aber so, wie sie sich bisher präsentiert haben, stehen ihnen für die Zukunft viele Türen offen. Denn wie sowohl Usingens Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) als auch Neu-Anspachs Rathauschef Thomas Pauli (SPD) bestätigten, könne man mit einer Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter auch Bürgermeister werden.

Windhager kommt aus Rockenberg und legt ihr Abitur an der Bad Nauheimer Ernst-Ludwig-Schule ab, Bauer ist Usingerin und hat das Fachabitur an der Usinger Saalburgschule so gut wie in der Tasche. Es reiche zwar auch ein guter Realschulabschluss, um einen Ausbildungsplatz in der Stadtverwaltung zu bekommen, aber der Trend gehe zum Abitur, sagte der Usinger Amtsleiter Michael Guth. „Wir wollten die Besten“, erklärte er das Auswahlverfahren, das mit 37 Bewerbungen gestartet war.

25 Bewerber wurden zu einem Einstellungstest eingeladen, zehn davon schafften den Sprung in die engere Auswahl, in der sich die beiden jungen Frauen durchsetzten. Die dreijährige Lehrzeit beginnt erst am 1. August des nächsten Jahres, und einmal mehr teilen sich die Kommunen Usingen, Neu-Anspach, Wehrheim, Schmitten und Weilrod im Ausbildungsverbund diese Stellen. Eigentlich, so Bürgermeister Wernard, waren drei Stellen zu besetzen gewesen, aber die dritte Ausgewählte hatte sich anders entschieden, und so blieb die dritte Stelle frei, einen Nachrücker habe man nicht haben wollen.

In allen genannten Kommunen werden die zwei Azubis verschiedene Abteilungen durchlaufen, auch ein Bauhof wird dabei sein, denn: „Es ist wichtig, dass man auch mal einen Einblick in die Abläufe dort bekommt“, so Guth.

Die tägliche Betreuung der Azubis wird bei Vanessa Adam liegen, die selbst auch im Ausbildungsverbund ihre Lehre absolvierte und derzeit fünf Azubis betreut.

„Ein Praktikum bei der Stadt Bad Homburg hat mein Interesse an einem Verwaltungsberuf geweckt“, erläuterte Bauer den Hintergrund ihrer Bewerbung, und ähnlich klang es auch aus dem Mund von Windhager, die bei der Stadt Bad-Nauheim in die Verwaltungsarbeit hineinschnupperte.

Die Chancen, nach der Ausbildung von einer Kommunalverwaltung übernommen zu werden, liegen bei nahezu 100 Prozent, erklärten die Rathauschefs, gute Leistungen vorausgesetzt.

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