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Die Heimat- und Brauchtumsgruppe Hunoldstal arbeitet nicht nur die Dorfgeschichte auf und hält Brauchtum am Leben, sie setzt sich auch für die Dorfgemeinschaft ein. In diesem Jahr hat sich der Verein zudem ein großes Projekt vorgenommen.

Vorsitzender Roland Tomaschek war stolz, dass fast die Hälfte der derzeit 60 Mitglieder der Heimat- und Brauchtumsgruppe zur Jahreshauptversammlung gekommen waren – auch wenn nach dem Tod von Heinz Müller und Herbert Henrich zwei wichtige Hunoldstaler im Saal des Dorfgemeinschaftshauses fehlten.

Tomaschek rief dazu auf, sich um neue Mitglieder zu bemühen: „Die Gruppe wächst mit ihren Aufgaben, und deren Bewältigung macht unseren Ortsteil so lebens- und liebenswert.“ Das wird auch von der Mainova AG anerkannt, die den Hunoldstalern im vergangenen Jahr zum wiederholten Male eine Spende zukommen ließ. Zur Verschönerung des Ortsbildes haben Mitglieder im Vorjahr Blumenkübel bepflanzt und gepflegt, rund um die Ruhebänke für Ordnung gesorgt und zu Ostern den Dorfbrunnen und den Platz vor dem Backhaus geschmückt. Zusammen mit der Feuerwehr und dem Schützenverein haben sie das Backesfest durchgeführt

Mit einem Ausflug zum ZDF-Fernsehgarten und nach Kronberg haben die Hunoldstaler über den Tellerrand hinausgeschaut, beim Hunseler Abend in familiärer Atmosphäre blieben sie in der Heimat. Neue T-Shirts sollen den Zusammenhalt symbolisieren. Aus der achtköpfigen Arbeitsgruppe Handarbeit, die Wärmendes für die Patienten in Kinderkliniken strickt, berichtete Marianne Henrich. Die Strickfrauen haben schon über 100 bunte Mützen hergestellt und würden sich über Wollspenden freuen.

Der Vorsitzende hob hervor, dass die Frauen quasi als Wiederbelebung der früheren „Spinnstubb“ das alte dörfliche

Brauchtum pflegen

. Beisitzer Jürgen Troll informierte ausführlich über die Ergebnisse aus dem Arbeitskreis, der sich mit der Dorfgeschichte befasst hat (separater Bericht folgt).

Dass die üblichen Pflegearbeiten weiter laufen, versteht sich von selbst. Zusammen mit der Feuerwehr und mit Unterstützung der Bürgerstiftung, der Mainova, der VdK-Ortsgruppe und der Brombacher Runde will die Heimat- und Brauchtumsgruppe in Kürze mit der barrierefreien Gestaltung des Zugangs zum Dorfgemeinschaftshaus beginnen. Laut Vorstandsbeschluss steuert die Gruppe 2000 Euro für das mit 6000 Euro veranschlagte Projekt bei. Es werde nicht mit Fremdarbeiten getan sein, meinte der Vorsitzende, der dazu aufrief, sich an den Arbeiten, die in Eigenleistung ausgeführt werden können, zu beteiligen. Grünes Licht gibt es schon vom Bauamt der Gemeinde.

Vor der Neuwahl des Vorstandes wurde der scheidende Beisitzer Horst Müller mit dem „Hunseler Steinbock“ ausgezeichnet. „Auf der großen Bühne wird der Bambi verliehen, wir überreichen in Anlehnung an unseren Uznamen den Steinbock“, sagte Tomaschek. Er würdigte die Verdienste Müllers, der sich schon lange vor der Gründung der Gruppe für das Dorf eingesetzt, die Chronik geführt und Dokumente gesammelt hatte, und sich auch weiterhin einbringen will.

Für Müller wurde Klaus Becker in den Vorstand gewählt, und Karl-Jürgen Lauth übernimmt von Thomas Willroth das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Tomaschek bleibt Vorsitzender, Brigitte Willroth Schatzmeisterin, Rüdiger Kral Schatzmeister und Marianne Henrich sowie Jürgen Troll Beisitzer.

Geplant ist für dieses Jahr die Besichtigung der Trinkwasserspeicher der Gemeinde. Beim Vereinsausflug, dem sich die Kameraden der Wehr anschließen wollen, ist Ende September eine Mühlenbesichtigung vorgesehen. Der „Hunseler Abend“ findet in diesem Jahr am 12. November im DGH statt und verbindet wieder deftige Hausmannskost, Gemütlichkeit und Unterhaltung.

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