Bangert (SPD) gegen Esser (FWG)?

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Macht Bürgermeister Axel Bangert weiter? Kommt ein neuer Rathauschef? Wenn ja, wer? All diese Fragen sind noch ungeklärt. Klar ist nur: Am 12. März 2017 ist Bürgermeisterwahl in Weilrod. Dieser Termin steht schon mal fest.

Bürgermeister Axel Bangert (SPD) hat noch ziemlich genau ein Jahr. Es sei denn, er entscheidet sich, seiner am 30. Juni 2017 auslaufenden zweiten Amtsperiode eine dritte folgen zu lassen. Entschieden sei das noch nicht, sagte Bangert der TZ nach der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dort war der Termin für die Bürgermeisterwahl festgelegt worden: 12. März 2017. Sollte sich die Notwendigkeit einer Stichwahl ergeben, soll diese zwei Wochen später, am 28. März, stattfinden.

Bangert weiß, dass viele Bürger, darunter auch seine Parteifreunde von der SPD, seiner Entscheidung für oder gegen eine dritte Amtszeit entgegenfiebern: „Ich sehe den passenden Zeitpunkt dafür derzeit aber noch nicht als gekommen an“, sagte Bangert. Er dürfte seine Entscheidung aber zu einem Zeitpunkt bekanntgeben, der es seiner Partei noch ermöglicht, gegebenenfalls einen anderen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Wie die Genossen, die eine erneute Kandidatur Bangerts mit Sicherheit unterstützen würden, sich für den Fall seines Abgangs von der politischen Bühne positionieren werden, ist noch unklar. Die neue Vorsitzende der SPD, Britta Schenk, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Klar, irgendwie aber auch ein Stück unklar liegen die Dinge dagegen bei der FWG. Dass die Freien Wähler nach dem fulminanten Erdrutschsieg bei der Kommunalwahl mit Sicherheit in die Speichen des Kandidatenkarussells greifen werden, ist spätestens seit der Jahresmitgliederversammlung gesetzt. FWG-Chef Dr. Markus Hammer hatte die Freien Wähler damals als „durch und durch kerngesunde, mit einem klaren Wählerauftrag ausgestattete Organisation“ beschrieben.

Diesen Gestaltungsauftrag werde man nicht nur im Parlament erfüllen, sondern auch bei der Bürgermeisterwahl, so Hammer. Es entspreche dem Selbstverständnis der FWG, sich um den Chefsessel im Rathaus zu bewerben. Die Chancen seien gut.

So weit, so klar, so unklar. Wer soll’s aber machen bei der FWG? Ein Name wird in Weilrod bereits unüberhörbar gehandelt, der von Parlamentsvorsteher Götz Esser. Dass er, nicht zuletzt nach seinem persönlichen Stimmenergebnis bei der Kommunalwahl, im Gespräch ist, wisse er natürlich, sagte Esser. In der FWG gebe es aber auch noch andere denkbare Kandidaten. Esser selbst hält sich derzeit noch bedeckt. Seine Entscheidung, ob er antreten werde, sei noch nicht gefallen. Dieser Tage will der Wahlvorbereitungsausschuss der FWG zusammenkommen und die Marschrichtung festlegen. „Bis zum Beginn der Sommerferien werden die Dinge aber klar sein“, sagte Esser der TZ.

Dass die CDU aktiv in den Bürgermeisterwahlkampf einsteigen und einen eigenen Kandidaten präsentieren wird, ist nach den Worten der stellvertretenden Vorsitzenden Elke Dielmann am Rande der Seniorenbeiratswahl am Samstag zwar noch nicht entschieden, erscheint zumindest ihr bei den personellen Ressourcen der Weiltal-Union aber eher unwahrscheinlich. Ähnlich äußerte sich gestern auch Eva Jäger (Grüne). Noch habe die Partei nicht darüber beraten. Die sehr dünne Personaldecke lasse sie aber eher davon ausgehen, dass es keinen grünen Kandidaten geben wird.

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