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Noch am vergangenen Sonntag wälzten sich die Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei auch durch die Usinger Innenstadt.

Kommunen müssen zahlen

Bauhöfe verlängern Winterdienst-Einsätze in den April

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Am Donnerstag fielen erneut dicke Flocken auf das Usinger Land. Und gestern lag nicht nur auf dem Feldberg noch Schnee. Wegen des späten Winterwetters sind die Räumfahrzeuge der Straßenmeisterei immer noch im Einsatz und die Kommunen haben sogar den Winterdienst bis in den April verlängert.

Winter und kein Ende . . . Im Dezember und Januar war Väterchen Frost noch in weiter Ferne. Längst aber sind die Menschen im Usinger Land nach der Frostperiode im Februar und dem späten Schneefall am vergangenen Wochenende des Winters überdrüssig.

Das geht den Verantwortlichen und Mitarbeitern in der Straßenmeisterei Usingen sowie in den kommunalen Bauhöfen nicht anders. Doch seit dem erneuten Wintereinbruch am vergangenen Sonntag begegnet man allerorten wieder den großen Räumfahrzeugen. Natürlich mussten auch die Bürger zuletzt wieder Besen oder Schneeschaufel schwingen, um die Gehwege zu räumen.

„Wir haben aufgrund der Wetterlage unseren Winterdienst bis Ende der Osterferien verlängert“, sagt der Neu-Anspacher Bauhofleiter Wolfram Präger. Auch in der Usinger Straßenmeisterei rücken weiterhin pausenlos die Räumfahrzeuge ein, um neues Salz aufzunehmen und es anschließend auf den Überlandstraßen bis hinauf zum Feldberg auszubringen.

„Eine Bilanz unseres Winterdienstes wird frühestens Ende April möglich sein“, so Jochen Kilian, Leiter der Usinger Straßenmeisterei. „Wir haben gerade erst wieder neues Salz bestellen müssen.“ Usingens Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) vermag angesichts des fortwährenden Dauereinsatzes seiner Bauhof-Mitarbeiter lediglich eine Zwischenbilanz ziehen.

Über

130 Tonnen Salz

wurden alleine in Usingen verbraucht. Das schlägt im städtischen Salär mit Kosten in Höhe von rund 12 500 Euro zu Buche. „Unsere Mitarbeiter haben bislang 821 Arbeitsstunden geleistet und durch unseren Fuhrpark sind 498 Fahrzeugstunden entstanden“, sagt Wernard. „Ein Teil der Arbeit wurde in der Nacht und am Wochenende durchgeführt. Die Gesamtkosten für den Personal- und Fuhrparkaufwand belaufen sich bereits auf rund 45 000 Euro.“ In der höchstgelegenen Taunus-Kommune ist der Aufwand für den Räumdienst um einiges höher. So summierten sich in Schmitten die Personalkosten durch die bislang geleisteten 3000 Einsatz- und Bereitschaftsstunden auf 154 000 Euro. Hinzu kommen die angesetzten 164 000 Euro für den Fahrzeugeinsatz und 23 000 Euro für das ausgebrachte Salz.

„Leider versperren immer wieder parkende Fahrzeuge die freie Durchfahrt für die Räumfahrzeuge, weshalb nicht überall geräumt werden konnte“, teilt dazu Gerd Kinkel im Auftrag des Gemeindevorstandes mit. „Es halten sich leider auch nicht alle Bürger an die Räumpflicht, die die Straßenreinigungssatzung vorgibt.“

Auch in Weilrod ist eine abschließende Bilanz natürlich noch gar nicht möglich. „Wir haben 12 000 Euro für Streusalz ausgegeben. Die Personalkosten für die bislang geleisteten 1069 Stunden Winterdienst belaufen sich auf 31 000 Euro. Der Fahrzeugeinsatz schlägt mit 37 500 Euro zu Buche“, sagt Weilrods Bauamtsleiter Dieter Veidt.

Wehrheims Bauhofleiter Armin Moses und sein Team haben in dieser Saison rund 80 Tonnen Salz innerorts verbraucht. Nach Angaben von Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) hat der Bauhof durchschnittlich zwei Drittel seines täglichen Arbeitspensums für den Winterdienst aufgebracht.

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