Spielplatz-Test

Bauhof sorgt für sichere Spielplätze in Schmitten

Wer durch die Gemeinde Schmitten fährt, sieht in manchen großen Gärten Spielgeräte vom Feinsten. Doch weil nicht alle Mädchen und Jungen ein solches Privileg haben, sind Kinderspielplätze unverzichtbar.

Wer durch die Gemeinde Schmitten fährt, sieht in manchen großen Gärten Spielgeräte vom Feinsten. Doch weil nicht alle Mädchen und Jungen ein solches Privileg haben, sind Kinderspielplätze unverzichtbar.

Für die jüngsten Mitbürger unterhält die Gemeinde Schmitten derzeit in ihren neun Ortsteilen elf Kinderspielplätze, die offensichtlich recht unterschiedlich frequentiert werden. „Aktuell sind keine neuen Spielplätze in Schmitten geplant“, teilte Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) mit. Dafür, dass die gemeindlichen Einrichtungen immer in einem guten Zustand sind und vor allem die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist, ist der Bauhof zuständig. Als eigens dafür geschulter Mitarbeiter unterzieht Axel Bernheiden die Plätze und deren Spielgeräte regelmäßig einer gewissenhaften Prüfung und greift ein, wenn Gefahr im Verzug ist. „Der darf im Dienst spielen gehen und das sogar ziemlich oft“, meint Bauhofleiter Harald Kaduk schmunzelnd. Wohl wissend, dass sein Mitarbeiter reichlich zu tun hat.

Wöchentlich, manchmal sogar häufiger klappert Bernheiden alle Spielplätze bei der sogenannten Sichtkontrolle ab. Er entfernt Glasscherben und Unrat und schaut, ob Katzen, Füchse oder Marder den Sand verunreinigt haben. Vandalismus, unsachgemäße oder übermäßige Benutzung sowie Witterungseinflüsse können Spielgeräte jederzeit zu einer Gefahrenquelle werden lassen. Er ersetzt beschädigte oder fehlende Teile und sperrt auch schon mal vorübergehend ein Spielgerät.

Je nach Vorgabe des Herstellers inspiziert er alle ein bis drei Monate die bauliche Stabilität der Geräte und überprüft den Betrieb. Erst kürzlich hat er einen Stützpfosten an der bei größeren Kindern besonders beliebten Seilbahn stabilisiert. Die jährliche Hauptinspektion, den Spielplatz-TÜV, übernimmt ein externer qualifizierter Prüfer. Der hat im Frühjahr alle Spielplätze unter die Lupe genommen.

Im Schnitt sind die Spielgeräte sieben Jahre alt, dann werden sie ausgetauscht. Der Sand muss alle zwei Jahre gewechselt werden. Doch dort, wo viele Kinder spielen oder viele Bäume ihre Blätter abwerfen, wird der Sand häufiger ausgetauscht. „In diesem Jahr hat der Bauhof dafür 125 Tonnen Sand benötigt“, berichtet Kaduk. Er ist auch Ansprechpartner, wenn Bürger oder Eltern auf einem der Spielplätze etwas auffällt und ist im Bauhof der Gemeinde Schmitten unter der Telefonnummer (0 60 84) 46 43 oder Fax an (0 60 84) 4 68 43 erreichbar.

Der Spielplatz in der Freseniusstraße ist mit 1980 Quadratmetern der drittgrößte in der Gemeinde und ist bis auf die beiden Federwippen, die einen neuen Anstrich gebrauchen könnten, im besten Zustand. Kein Wunder, der drittgrößte Spielplatz in der Gemeinde ist erst im vergangenen Jahr und Anfang dieses Jahres im Sandspielplatzbereich generalüberholt worden. Das kann man leicht erkennen am neuen Mäuerchen hinter dem Sandspielbereich und dem neuen Holzgerüst als Aufgang zur wieder aktivierten kurzen Rutsche. Doch mit wachen Augen erkennt Bernheiden sofort: „Da ist eine Latte losgerissen an dem Holzschutz, der die junge Linde umgibt.“ Daran und an dem herausstehenden Nagel könnte sich ein Kind stoßen. So etwas erledigt der Mitarbeiter gleich.

Die zehn Meter lange Hangrutsche ist in der Freseniusstraße der Hit in dem großzügig angelegten und tiptop gepflegten Spielparadies mit Park-Charakter, den auch die Gruppen aus dem Kindergarten Eden gerne aufsuchen. Ein Sonnensegel braucht es hier nicht, die vielen Bäume spenden genügend Schatten. Außerdem gibt es genügend Ruhezonen mit Bänken, so dass die Eltern ihre Sprösslinge von dort überall im Blick haben. Kaduk weist darauf hin, dass Kinder unter drei Jahren in Deutschland auch beim Spielen auf Spielplätzen beaufsichtigt werden müssen. Einziger Nachteil in der Freseniusstraße ist, dass der Spielplatz nicht so leicht finden ist. Er ist mit hohen Hecken umgeben und liegt am Ende einer Stichstraße. Einen Hinweis auf das Gelände gibt es nämlich nirgends.

Auch der kleinste Spielplatz in der Gemeinde, im Philosophenweg, ist wegen der Hecke nicht gleich zu erkennen, zumal er relativ klein und nur spärlich ausgestattet ist. „Das sah 2002 schon mal schöner aus, und es gab auch mehr Spielgeräte“, meint ein Anwohner und Vater, der aber bescheinigte, dass der Spielplatz gut frequentiert ist. „Die Kinder kommen regelmäßig.“ Ihnen scheinen der große Kombi-Kletterturm mit Holzleiter, Seilbrücke und angeschlossener Rutsche, der kleine Sandkasten mit integrierter kleiner Sitzgruppe und die Federwippe zu genügen, zumal das kleine Gelände, auf dem nur eine Bank aufgestellt ist, gut gepflegt ist. Nur Sonnenschutz gibt es keinen. Weil der Platz nahe an der Anliegerstraße liegt, können Autofahrer nicht gut erkennen, ob ein Kind auf die Straße läuft, bemängelt der Vater. Die Gemeinde habe zwar ein Hinweisschild aufgestellt, das sei aber viel zu klein.

Von weitem zu erkennen ist der Spielplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus in Arnoldshain, der vormittags nur den Kindergartenkindern zur Verfügung steht. Nirgends gibt es so viele verschiedene Spielgeräte wie hier. Die Kinder kommen gerne hierher. „Wenn es geht, komme ich jeden Tag“, verrät die vierjährige Luisa. Sie hat meistens ihren sechsjährigen Bruder Fanol und die zehnjährige Schwester Melissa im Schlepptau.

Weil es für das große Gelände zu wenige Sitzgelegenheiten gibt, sitzen die Eltern häufiger auf den Spielgeräten, um ihre Schützlinge im Blick zu haben. Sie würden sich eine etwas größere Sitzgruppe wünschen, wo man auch mal ein Picknick machen kann. Sie finden den Spielplatz aber ganz in Ordnung, und dies vor allem deshalb, weil er gut erreichbar ist.

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