Hessisches Rundfunk filmt Problemgrundstück

Bauruine im Fokus der Kamera

  • vonMonika Schwarz-Cromm
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Die Rattenplage ist für die Anwohner in der Frankfurter Straße die eine Seite, inzwischen fürchten sie auch um ihre eigenen Häuser. Das schilderten sie nun einem Fernsehteam des Hessischen Rundfunks.

Großer Bahnhof herrschte gestern Nachmittag in der Kerngemeinde. Nachdem die TZ in der gestrigen Ausgabe über die Ratten auf der Bauruine in Grävenwiesbach berichtete, machte sich nun auch ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks auf den Weg, um die Situation zu filmen. Maintower berichtete gestern Abend über die Rattenplage und den Unmut der Nachbarn ob der unsäglichen Situation.

Endlich passiert etwas

Die Nachbarn freute es. „Endlich passiert etwas“, sagten Helga und Peter Pauly. Sie gehören zu den Anwohnern und standen dem Kamerateam in der Frankfurter Straße Rede und Antwort. Genau wie Sigrid Bugs, die Mauer an Mauer mit der Ruine lebt. Ihr Problem ist aber nicht nur das widerliche Ungeziefer, sondern noch ein ganz anderes. Ihr falle inzwischen der Putz von der Wand, da die Außenmauer immer feuchter wird. Grund dafür ist, dass die Bauruine mitten zwischen zwei Wohnhäusern liegt. Aus diesem Grund gab’s dann am Donnerstag auch eine Ortsbegehung, zu der Andreas Bugs, ein Baugutachter, ein Mitarbeiter des Bauaufsichtsamtes und ein Stellvertreter aus dem Gemeindevorstand kamen. Das Ergebnis werde jetzt schriftlich niedergelegt, berichtete Andreas Bugs. Wie seitens der Pressestelle des Kreises zu erfahren war, haben sich die Anwohner erneut an den Hochtaunuskreis gewandt, da sie inzwischen um die Standsicherheit ihrer Häuser fürchten. „Nun muss die Bauaufsicht in der Tat noch einmal aktiv werden“, bestätigte Kreispressesprecherin Andrea Nagell auf Nachfrage der TZ. Allerdings nur mit Blick auf die Gebäude, „die Ratten sind Sache des Ordnungsamtes.“

Sigrid Bugs, Peter und Helga Pauly sowie deren Tochter Katja berichteten derweil dem Fernsehteam wie unangenehm die Situation für sie alle seit nunmehr drei Jahren ist.

Was sie sich von den öffentlichen Stellen wünschen, erzählten sie Fernsehreporter Koray Elele vom Hessischen Rundfunk. Kameramann Terry Manthey filmte das Gespräch. „Wir wünschen uns endlich Abhilfe“, betonten die Nachbarn. Koray Elele telefonierte während der Aufnahmen sogar direkt mit dem Eigentümer. Der wolle die Sache aber eher aussitzen, schilderte Helga Pauly ihren Eindruck von dem Gespräch.

Verständnis zeigte Bürgermeister Roland Seel (CDU) für die Anwohner, denn auch er finde die Situation keineswegs prickelnd. Rechtlich habe die Gemeinde „allerdings alles eingeleitet was machbar ist.“

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