Die Hütte auf dem Bolzplatz in Eschbach soll in Kürze versetzt und etwas aufgemöbelt werden.
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Die Hütte auf dem Bolzplatz in Eschbach soll in Kürze versetzt und etwas aufgemöbelt werden.

Eschbachs Grillhütte wird versetzt

Beschädigungen durch Vandalismus sollen damit ein Ende haben

  • vonTatjana Seibt
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Der Ortsbeirat hofft, dass die Einrichtung bald umziehen kann. Außerdem endet damit die Kontroverse mit einem Pferdelandwirt, dessen Tiere bei den abendlichen Lagerfeuern panisch reagiert haben.

Die Schutzhütte auf dem Eschbacher Bolzplatz ist so etwas wie ein Dauerbrenner. Seit vielen Jahren geistert das Thema durch die Sitzungen des Ortsbeirats, nun soll im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung in die Sache kommen.

Bewegung in der Form, dass die Hütte versetzte wird. Auch dieses Ansinnen des Ortsbeirats ist schon fast so alt wie die Hütte selbst (2008), die der damalige Jugendpfleger der Stadt, Jochen Würz, mit einigen Jugendlichen auf dem Bolzplatz aufgebaut hatte. Damals noch unter der Ortsvorsteher-Ägide von Stadtrat Dieter Fritz (CDU).

Die Grundidee war, etwas für die Jugendlichen in Eschbach zu tun. Die trafen sich damals wie heute auf dem Bolzplatz. Aber in der brennenden Sonne fehlte ein Schattenspender, und auch in den frühen Abendstunden sollte die Hütte mit Grillmöglichkeit als Treffpunkt dienen. Was der Beirat von damals nicht bedacht hatte, war die Nachbarschaft. Denn nebenan hat Andreas Schmidt seinen Pferdehof und im Sommer selbstverständlich auch die Pferde auf der angrenzenden Koppel stehen. Nun ist Feuer und Pferdehaltung inkompatibel, sprich, die Tiere wurden angesichts der lodernden Flammen ziemlich nervös und damit auch die Besitzer.

Zumal Jugendliche dazu übergingen, nicht nur mitgebrachtes Holz, sondern auch gleich noch ganze Teile der Hütte zu verbrennen, was ihr über die Zeit eine recht unansehnliche Optik verschaffte. Doch der amtierende Ortsbeirat wollte die Hütte nicht aufgeben, schließlich wuchs auch schon wieder eine Generation von Jugendlichen nach, von denen man sich mehr Verstand erhofft, dass sie die Hütte nicht in Teilen verbrennen.

Allerdings braucht sie einen anderen Standort. Darin war sich der Ortsbeirat einig, auch in der Sitzung am Mittwochabend. Die neue Kerbegesellschaft in Eschbach hatte sich bereit erklärt dem Beirat beizuspringen und die Hütte zu versetzten. "Und das soll jetzt auch demnächst losgehen", sagte Ortsvorsteher Ortwin Ruß (SPD). Deshalb sah sich der Beirat den Bolzplatz noch einmal an und legte nun einen finalen, neuen Platz für die Hütte fest. Dieser liegt links vom Parkplatz und gegenüber der Kindertagesstätte Tabaluga. Dort sei die Hütte weit genug vom benachbarten Pferdehof weg und dennoch so gelegen, dass sie gut erreichbar ist und auch bei Veranstaltungen nicht im Weg sei.

Dabei denkt der Ortsbeirat vor allem an die Kerb, die es hoffentlich im kommenden Jahr wieder gibt. Der Termin für die Umsetzung steht zwar noch nicht, soll nun aber zeitnah erfolgen, sagte Ruß. Ebenfalls noch ohne konkreten Termin ist der Beirat mit Blick auf die Renovierung des großen Saals im Bürgerhaus.

Diese organisiert der Beirat zusammen mit Vereinen aus dem Ort. Da aber auf Grund der Corona-Kontaktbeschränkungen derzeit nicht so viele Menschen zusammen kommen dürfen, hat der Ortsbeirat nun zunächst die Farbe über die Firma Wilhelm Baudekoration geordert, was die Stadt zahlte und avisiert nun einen Termin in den Oster- oder Sommerferien des nächsten Jahres an.

Nachrichten aus dem Rathaus gab es keine, wohl aber eine Nachfrage von Bürgern, die wissen wollten, wann das Baugebiet Winterstein zum Abschluss kommt. Eine Frage, die der Beirat nun ans Rathaus weiter leitete.

Ein weiteres Projekt will der Beirat nach Möglichkeit auch in diesem Jahr noch abschließen. Dabei handelt es sich um die Bestellung von Schaukästen für Vereine in der Bachstraße. "Wenn sich jeder entschieden hat was er an Platz braucht, können wir ein entsprechendes Gestell bauen", sagte Ruß.

Abschließend wies er noch einmal auf die Sperrung der L 3270 von kommendem Montag bis Donnerstag hin. Die entsprechenden Schilder und Hinweistafeln seien bereits von Hessen Mobil an den Straßenrand gelegt worden. Tatjana Seibt

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