Besitzverhältnisse im Windpark geklärt

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Das Joint Venture zwischen ABO Wind und der Mainova AG in Sachen Windpark Weilrod ist so gut wie perfekt. Danach übernimmt Mainova 20 Prozent, 80 Prozent verbleiben bei der ABO Wind-Tochter ABO Invest AG.

Beim Windpark Weilrod sind die Eigentumsverhältnisse offenbar geklärt. Bürgermeister Axel Bangert (SPD) berichtete am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss nach einem Gespräch mit ABO-Wind-Finanzvorstand Petra Leue-Bahns von der offenbar unmittelbar bevorstehenden Gründung eines „Joint Venture“ zwischen der ABO Invest AG und der Mainova AG. Laut Bangert wird ABO Invest an dem aus sechs Anlagen bestehenden Windpark – die siebte wird wie berichtet von Hessen Forst betrieben – 80 Prozent halten, Mainova 20 Prozent. Über den Preis wurde zunächst nichts bekannt.

Die ABO Invest AG ist eine Tochtergesellschaft von ABO Wind. Der Anteil der Muttergesellschaft an der ABO Invest AG schwankt zwischen 10 und 20 Prozent, die verbleibenden 80 bis 90 Prozent befinden sich im Streubesitz.

Mainova selbst bestätigte die Information am Freitag auf Nachfrage grundsätzlich. Wie Pressesprecher Dr. Thomas Breuer betonte, gibt es zwar noch keinen Vorstandsbeschluss. Alle Überlegungen deuteten aber darauf hin, dass dieser wohl in Kürze so gefasst wird. Dass die Mainova AG, die 10 Prozent der Geschäftsanteile von ABO Wind hält, unabhängig davon bei der ABO Invest AG mit einem 20-Prozent-Anteil in den Weilroder Windpark einsteigen wird, sei bereits so vorbesprochen.

Ursprünglich war man in Weilrod davon ausgegangen, dass der Wiesbadener Windparkentwickler die Anlagen nach Fertigstellung komplett an interessierte Energielieferanten oder Investoren verkauft. Als erste Adresse hatte von Beginn an die Mainova AG gegolten. Dass ABO Wind nun aber nur 20 Prozent abgibt, hat, so Breuer, nichts damit zu tun, dass ABO Wind nicht mehr Anteile veräußern wolle oder man eigentlich mehr haben möchte: „Unser Unternehmen strebt die Übernahme von lediglich 20 Prozent der Anteile aus wirtschaftlichen Erwägungen an.“

„Die Sicherstellung einer umwelt- und ressourcenschonenden Energie-Erzeugung verlangt ein besonders verantwortungsvolles Vorgehen“, heißt es auf der Internetseite des Energieversorgers, und weiter: „Wir stellen uns dieser Verantwortung, indem wir speziell den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.“

2010 hatte der Energieversorger Mainova als Ziel ausgegeben, bis 2015 rund 500 Millionen Euro in klimafreundliche, dezentrale und effiziente Strom- und Wärmeerzeugung zu investieren. Der Schwerpunkt liegt nach Unternehmensangaben dabei mit 355 Millionen Euro auf Windkraftprojekten.

Windenergie biete die besten Voraussetzungen, um die Energiewende voranzutreiben, heißt es. Bei den Investitionen liege ein klarer Schwerpunkt auf Projekten im Großraum Rhein-Main. Mainova prüft derzeit etwa 40 weitere Standorte in der Region. 15 bis 20 davon sollen in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden.

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